Datengau in Griechenland: Programmierer soll Millionen Bürgerdaten gestohlen haben


(C) Mace Ojala, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Immer mehr Behörden und andere Strukturen speichern die Daten von Bürgern digital ab und vernetzen gar die Datenbanken untereinander. Doch ob dies sicher ist, scheinen viele Experten berechtigterweise anzuzweifeln. In einem nun bekanntgewordenen Fall aus Griechenland zeigt sich gar, dass ein Sicherheitsleck durchaus zu größeren Problemen führen kann.

Dazu könnte dieser nun bekanntgewordene Fall der wohl bislang größte sein, in dem behördlich gespeicherte Personaldaten entwendet worden sind. Nach den Angaben der griechischen Polizei soll ein 35-jähriger Programmierer festgenommen worden sein, da dieser die Daten von etwa zwei Drittel aller Griechen gestohlen hat, welche in den entsprechenden Datenbanken gespeichert waren.

Diese gestohlenen Daten sollten wohl zum Verkauf angeboten werden, teilte man mit. Dabei handelt es sich um durchaus sensible Datensätze, denn auch Nummern von Personalausweisen, Steuernummern und die Nummern von Autokennzeichen waren in den gestohlenen Datenmengen enthalten.

Derzeit bleibt der Fall jedoch noch in bestimmten Zügen ominös, denn bisher ist noch nicht klar, zumindest nicht offiziell, wie der tatverdächtige Programmierer den Zugriff auf diese Daten erlangen konnte.

Weiterhin hielten die griechischen Behörden noch offen, an wen die gestohlenen Daten verkauft werden sollten. Nach den bisherigen Informationen soll es sich wohl um die Datensätze aus den EDV-Anlagen von verschiedenen Verwaltungseinrichtungen handeln.

In den laufenden Ermittlungen untersucht man nun, ob der Programmierer sich ggf. durch einen Hackangriff Zugriff zu diesen Datenbanken der Verwaltungseinrichtungen verschafft hat. Eine Anklage gegen die Person wurde wohl bislang noch nicht erhoben. Dieser Fall zeigt aber deutlich auf, dass ein Daten-Supergau durchaus möglich ist.

Quelle: N-TV - Bild: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link