Großbritannien: Netzfilter für Haushalte soll kommen


(C) stephen jones, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Aus einem aktuellen Artikel der britischen "Daily Mail" geht hervor, dass man in Zukunft wohl eine Art Porno-Filter auf den Rechnern in Haushalten einrichten möchte. Derartige Pläne hegt wohl die Regierung um David Cameron, heißt es.

Nach diesen Plänen soll in Zukunft jeder, der einen Rechner kauft oder einen neuen Vertrag für einen Internetanschluss abschließt, durch eine Art Prozess begleitet werden, wenn im Haushalt Kinder vorhanden sind. Wird die Frage nach Kindern im Haushalt verneint, wird wohl keine Einrichtung eines Filters vollzogen.

Wenn Kinder im Haushalt sind, läuft ein Prozedere ab, in dem der Nutzer im Verlauf einen sog. "Netzfilter" bei sich auf dem Computer einrichten soll. Innerhalb dieses Prozedere kann zudem die „Striktheit“ des letztendlich eingesetzten Filters beeinflusst werden, heißt es in dem Artikel.

Hierbei sei etwa eine zeitgesteuerte Zugriffskontrolle möglich, welche eingerichtet werden kann. Mit dieser Einstellungsmöglichkeit bleibt ein Zeitfenster geöffnet, in denen z.B. die Eltern auf entsprechende Inhalte zugreifen können, etwa nachts.

Weiterhin sei es möglich, über eine recht dynamisch wirkende Einstellungsmöglichkeit, auch weitere Dienste zeitmäßig einzustellen, etwa eine Sperre auf Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter.

Die bereits bestehende Kundschaft solle demnach ebenfalls dazu aufgefordert werden, dass diese nach den staatlichen Vorgaben, entsprechend angestoßen durch die Provider oder ähnliche Strukturen, einen derartigen Filter einrichten sollen. Diese Planungen sind sicherlich auf der einen Seite vorteilhaft, da keine strikte "Allseitsblockung" vorgenommen wird.

Jedoch muss auch bei derartigen Maßnahmen durchdacht werden, dass die "freiwillige Einrichtung" derartiger Schutzfilter ggf. auch "hinten herum" genutzt werden kann, um Blockierungen durchzuführen, welche ggf. nicht beabsichtigt waren. Je nachdem, aus welcher Quelle sich die "Filtersoftware" speist.

Quelle: Heise - Bild: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte