Selbstmordraten bei Soldaten der US-Army weiterhin auf einem hohen Niveau


(C) DVIDSHUB, FORT BRAGG, Staff Sgt. Russell Klika, 2011 Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2012 ist die Anzahl der Verdachtsfälle auf Selbstmord bei aktiven US-Soldaten, im Vergleich zu jenen Gesamtverdachtsfällen im Vorjahr, bereits überschritten worden. Dies trotz des Umstandes, dass das Pentagon bis zuletzt versuchte die Problematik in den Griff zu bekommen.

Nach "offiziellen Angaben" der Armee gab es im Oktober dieses Jahres 20 mögliche Selbstmorde, womit die Gesamtzahl auf 166 anstieg - also bereits ein Selbstmord mehr als im gesamten Zeitraum des Jahres 2011.

Seitens der US-Army hatte man sich zuletzt besorgt über die angestiegene Selbstmordrate gezeigt, trotz dass verschiedene Maßnahmen und "Programme" unternommen wurden, um so das Problem in den Griff zu bekommen, was im Endeffekt wohl nicht vollumfänglich gefruchtet hat.

Erst Ende September dieses Jahres hatte es ein entsprechendes Programm gegeben, wo die Suizidprävention unter den Soldaten diskutiert werden sollte. Darunter etwa auch die Erkennung von Anzeichen, wie man bei einem Kameraden erkennen könne, ob jener ggf. suizidgefährdet ist.

Seitens der militärischen Führungsebene hatte man zuletzt versucht verschiedene Faktoren zu erarbeitet, anhand derer man erkennen kann, wann möglicherweise Selbstmordabsichten vorliegen. Dazu wurden auch verschiedene Maßnahmen durchgekaut/praktiziert, wie man etwa Stress bekämpft.

In verschiedenen Fällen stellte sich gar heraus, dass „suizidierte“ Soldaten sogar nicht mal im "Einsatz" waren und sich trotzdem töteten. Auch andere "äußere" Ursachen für mögliche Selbstmordvorhaben sind demnach gegeben, etwa auch privater Natur. Ehe-, Finanz- oder auch gesundheitliche Probleme wurden etwa angeführt.

Insgesamt hätte man bisher auf die Gesamtsituation einwirken können, etwa durch speziell eingesetzte Psychiater oder bestimmte Trainingsmethoden/Programme. Hierbei stellte man zuletzt jedoch klar, dass das Problem der grassierenden Selbstmorde nicht nur bei Soldaten vorhanden sei, auch in der Zivilbevölkerung steigen die Zahlen seit geraumer Zeit an. So zeigte sich etwa, dass die Selbstmordzahlen unter Reservisten und Individuen der Nationalgarde die letztjährigen Zahlen überstiegen hatten.

Quelle: AP/Y - Bild: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte