Ikea ließ in der Sozialismusdiktatur DDR von Strafgefangenen Möbel bauen


(C) Acid Pix, 2005, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Im narzisstisch dominierten Sozialismus-Megagulag, die DDR, war das Leben so, dass man gar vor den eigenen Nachbarn Angst haben musste, denn jeder war ein potenzieller Stasi-Spitzel. Durch diesen innerlich-gesellschaftlichen Druck heraus, bildeten sich bei vielen Menschen narzisstische Störungen.

Im öffentlichen Leben war man Volksgenosse und auf Linie der sozialistischen Diktatur. Zuhause in den eigenen vier Wänden hegte man vielleicht dann doch, für sich im Geheimen, andere Gedanken und war dem vorherrschenden System eher abgeneigt.

Eine klare Persönlichkeitsstörung entwickelte sich heraus. Äußerte man frei seine Meinung und benannte die sozialistische Parteiendiktatur als das, was sie war, dann landete man relativ sicher im staatlichen Stasi-Gulag-Gefängnissystem.

Bereits in der Vergangenheit kam es zu verschiedenen Gerüchten, dass der bekannte Möbelkonzern Ikea in der DDR wohl unter keiner "Freiwilligkeit" Waren hat herstellen lassen, speziell von Gefangenen. Diese damaligen Vermutungen scheinen sich nun bestätigt zu haben.

Medienberichten zufolge wurden in der ehemaligen DDR bei der Produktion von Ikea-Waren politische Häftlinge und auch Strafgefangene eingesetzt. So heißt es in einer von Ikea selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung, dass es "Hinweise" darauf gegeben hätte, "dass politische Häftlinge und Strafgefangene in Teilen an der Produktion von Komponenten oder Möbelstücken, die vor 25 bis 30 Jahren an Ikea geliefert wurden, beteiligt waren".

Ebenfalls sollen Vertreter von Ikea darüber Bescheid gewusst haben, dass auch der Einsatz von politischen Gefangenen praktiziert wurde. Man habe seitens Ikea damals angeblich "Maßnahmen" unternommen, damit Gefangene nicht für eine Herstellung von Ikea-Produkten herangezogen werden.

Doch diese "Maßnahmen" scheinen nicht gefruchtet zu haben, stellte man nun fest. Kritiker sehen hinter dieser durch Ikea angeschobenen Untersuchung eher eine begrenzte Selbstentblößung. Die sogenannte DDR-Opfer-Hilfe warf Ikea zuletzt vor, dass der Konzern eine "unwissenschaftliche Show-Veranstaltung" inszenieren würde.

Die Untersuchung sei nicht von unabhängigen Experten erstellt worden, sondern von der Unternehmensberatung „Ernst and Young“, womöglich sogar gegen Bezahlung, so die Opfer-Hilfe. Man führte weiter an, dass Ikea die Untersuchungen selbst in die Hand genommen hätte, anstatt das einer unvoreingenommenen Stellen zu überlassen.

Das wichtige Thema sollte vielmehr vom Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin gemeinsam mit Historikern und Politikwissenschaftlern untersucht werden, teilte man weiter mit.

Quelle: AFP - Bild: flickr (symbolisch für "DDR")

  
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