Chemiewaffen in Syrien: Pentagon hält Truppenstärke von 75.000 Mann zur Sicherung für notwendig


(C) Freedom House, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Das Pentagon hatte die Obama-Administration zuletzt darüber unterrichtet, dass die militärischen Anstrengungen, mit Bezug zu Syrien, um dort die chemischen Waffendepots "zu sichern", ein Truppenbedarf von etwa 75.000 Mann beansprucht wird. Die syrischen Chemiewaffenvorräte würden nun "spezielle Besorgnis" erregen, da die Terrorgruppe Hisbollah in der Nähe dieser chemischen Waffendepots "kleine Trainingslager" errichtet hätte, so ein hochrangiger US-Beamter.

Der eingeschätzte Umfang der möglichen Anstrengungen, zur Sicherung der syrischen Chemiewaffenbestände, welche dem Weißen Haus kenntlich gemacht wurden, warf wohl gleichermaßen die Frage auf, ob die Vereinigten-Staaten genügend eigene Ressourcen zur Verfügung hätten, um so schnell zu handeln, wenn man eine Bewegung von chemischen Waffen im Krisengebiet ausmachen würde.

Zuletzt hatte Obama noch ein direktes Eingreifen in den Syrienkonflikt, mit US-Truppen, vermieden. In wie fern sich diese Haltung ändern wird, in Bezug auf die Sicherung von möglichen Chemiewaffenbeständen in Syrien, muss abgewartet werden. Derzeit würde es wohl verschiedene Pläne und auch Notfallpläne dafür geben, um "eine begrenzte Anzahl" der syrischen Chemiewaffen-Depots zu sichern.

Da man nun wohl entdeckt hat, dass die Hisbollah in der Nähe einiger der Chemiewaffendepots "Lager" errichtet hat, hätte man nun Bedenken, dass diese Waffen, durch den innerlichen Konflikt in Syrien (keine Kontrolle), "in die falschen Hände geraten könnten". Weitere Details hier bei der New-York Times (Englisch).

Bereits mit dem Einfall in den Irak wurde das "Argument", über mögliche Chemie-Waffen im Irak, genutzt, um dort einzufallen. Kurze Zeit später kam heraus, dass der größte Teil dieser Story eher aus dem Reich der Sagen und Mythen entstammte. Weitere Details zur damaligen "Begründung für den Irakkrieg", hier bei Wikipedia.

Seitens des türkischen Präsidenten Abdullah Gül hegte man zuletzt die "Sorge", dass Syrien angeblich gegen die Türkei Chemiewaffen zum Einsatz bringen könnte. Hier sagte Gül, dass man Syrien mittlerweile "alles zutraut". Seitens des NATO-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen sicherte man der Türkei daraufhin "Unterstützung" zu. Mehr dazu hier.

Anfang November sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow, dass er es ausschließt, dass die syrische Regierung chemische Waffen zum Einsatz bringen wird. Er sagte, es würde gefährlich werden, wenn derartige Waffen in "die falschen Hände geraten". Kurze Zeit später, seitens des Pentagons, kam nun die Meldung, dass möglicherweise "Terroristen in den Besitz von C-Waffen kommen könnten". Nach Angaben von "Geheimdiensten der USA" und einiger Nahost-Länder verfügen die syrischen Behörden über mehrere Tonnen Kampfstoffe. Weitere Details zu Lawrows damaligen Äußerungen, hier.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch für "Syrien")

  
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