Mehrheit der Italiener lehnt einer Umfrage zufolge Monti ab


(C) Zinneke, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Wenn es nach dem Willen der italienischen Bevölkerung geht, dann ist der aktuell eingesetzte Ministerpräsident Mario Monti nicht unbedingt gerne an den Machthebeln des Landes gesehen. Knapp zwei Drittel der Italiener lehnt einer aktuellen Umfrage zufolge eine zweite Amtszeit von Monti ab.

In der durchgeführten Umfrage stellte sich heraus, dass etwa 62 Prozent der befragten Personen gegen den Verbleib von Monti an der Spitze des ital. Kabinetts ist. Monti war hier zuvor ohne entsprechende Wahlen "platziert worden".

Die Umfrageergebnisse stammen dabei vom Institut SWG. An diesem Freitag wurden die Umfrageergebnisse veröffentlicht, die deutlich zeigen, dass die Mehrheit der Befragten gegen einen Verbleib Montis an der Spitze des Kabinetts nach den Wahlen 2013 ist.

Monti hatte damals im November 2011 die Amtsgeschäfte des zurückgetretenen Silvio Berlusconis übernommen. Im April des kommenden Jahres wird Monti zwar nicht selbst kandidieren, er stellt sich aber im Fall eines eher unklaren Wahlausganges weiter als "Chef" der Expertenregierung zur Verfügung, heißt es.

Das bisherige Auftreten der Expertenregierung in Italien war speziell durch Monti an der Spitze davon gekennzeichnet, dass Italien ein harter Sparkurs auferlegt wurde. In der nahen Vergangenheit hatten verschiedene Individuen der Europäischen Union und auch der Wirtschaft immer wieder erklärt, dass Monti das "Beste für Italien" sein würde.

Nach der aktuellen SWG-Umfrage zeigte sich jedoch, dass nur etwa 22 Prozent der befragten Italiener gleicher Auffassung sind. In Italien gab es zuletzt teils massive Demonstrationen gegen die harten Einschnitte, welche von der Monti-Regierung umgesetzt wurden.

Quelle: Format - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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