Wegen Eurokrise: Immer mehr Einwanderer strömen nach Deutschland


(C) fdecomite, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Wegen der sich stetig verfestigenden Euro-Schuldenkrise treibt es immer mehr Menschen aus dem Süden Europas nach Deutschland. Hier wollen sie nun ein neues Leben starten, einen Arbeitsplatz finden und vor den "Irritationen" in der Heimat fliehen. Mit ein wenig Mathematik kann man aber schon heute sagen, dass das nicht funktionieren wird.

Im ersten Halbjahr 2012 stieg die Anzahl der Zuwanderer nach Deutschland stark an. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2012 zogen etwa 501 000 Menschen nach Deutschland, also etwa 15 Prozent mehr als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, wobei dies wohl noch die vorläufigen Zahlen zu sein scheinen.

Schon im vergangenen Jahr konnte man einen Anstieg der Zuwanderung ausmachen, hier verzeichnete man einen Anstieg von etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aus den aktuellen Zahlen geht hervor, dass die meisten Zuwanderer immer noch aus Polen kommen, etwa 89 000 Menschen. Die Zunahme von Einwanderern aus EU-Ländern, welche speziell wegen der Schuldenkrise in der EU stark betroffen sind, fiel deutlich höher aus als sonst.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kamen im ersten Halbjahr 2012 etwa 78 Prozent mehr Personen aus Griechenland, ein Plus von circa 6900 Menschen. Aus dem Eurokrisenland Spanien strömten etwa 53 Prozent mehr Einwanderer gen Deutschland ein, ein Plus von circa 3900 Menschen. Aber auch aus dem südeuropäischen Portugal konnte ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden. Nach den Zahlen kamen aus diesem Land etwa 53 Prozent mehr Personen nach Deutschland, etwa 2000 Menschen mehr.

Doch nicht nur nach Deutschland eingewandert sind viele Personen, auch die Abwanderungszahlen wurden natürlich festgestellt. Demnach zogen im ersten Halbjahr dieses Jahres rund 318 000 Menschen aus Deutschland weg, ein Plus von etwa 6 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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