Washington Post: Obama unterzeichnete geheime Cyberwar-Direktive


(C) Don Mullin, aflcio, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach einem aktuellen Bericht der "Washington Post" soll der kürzlich wiedergewählte US-Präsident Barack Hussein Obama bereits Mitte Oktober dieses Jahres eine geheime Cybersicherheits-Direktive unterzeichnet haben, welche es dem Militär der Vereinigten-Staaten erlaubt, bei einem "aggressiven Vorgehen" auf kritische Infrastrukturen entsprechend zu handeln. Dies gelte demnach nicht nur bei Regierungssystemen, sondern auch bei kritischen Infrastrukturen, welche sich in privater Hand befinden, heißt es.

Die sog. "Cyberwar"-Direktive (Presidential Policy Directive 20) regelt dabei das Vorgehen der Bundesbehörden im Fall von Cyberangriffen. Die Zeitung beruft sich in ihrem Artikel auf Berichte von Regierungsbeamten, welche das als geheim eingestufte Dokument gesehen hätten. Eigentlich dürfen diese offiziell nicht über diese "Cyberwar"-Direktive sprechen.

Speziell an dieser Direktive ist wohl, dass nun erstmals auch zwischen der Verteidigung von Netzwerken und sogenannten Cyber-Operationen unterschieden wird. Daraus lässt sich wohl nach Ansicht der "Washington Post" erkennen, dass auch aggressivere und dementsprechend offensive Maßnahmen der US-Behörden, insbesondere des US-Militärs, ihren Platz im Handlungsspielraum bekommen haben.

Einer der Informanten soll gesagt haben, dass diese neue Direktive "effektivere Entscheidungen" ermöglichen würde. Ein weiterer gab an, dass nun erstmals anerkannt wird, dass man auch Cyber-Operationen, welche in anderen Netzen als dem eigenen stattfinden, auch zu Verteidigungszwecken einsetzen könne. Weitere Hintergrunddetails zur Sache, bekommen Sie im verlinkten (englischsprachigen) Artikel der Washington-Post.

Quelle: Washington Post - Bild: flickr (symbolisch)

  
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