Deepwater Horizon: BP will sich wohl mit der US-Justiz einigen


(C) US Coast Guard - 100421-G-XXXXL- Deepwater Horizon fire, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Der schon seit längerer Zeit schwelende Konflikt zwischen den USA und dem britischen Energieunternehmen BP (British Petroleum) scheint nun dem Ende zuzugehen. Nach Medienberichten werde man sich wohl auf eine Lösung einigen können.

So sollen "Insider" angegeben haben, dass BP wohl eine Rekordzahlung leisten wird, um so die Ermittlungen zu beenden. In dem Streit geht es um die Folgen der Ölkatastrophe (Deepwater Horizon) im Golf von Mexiko. BP wolle sich nun schuldig bekennen und damit weitere Ermittlungen verhindern.

Zwei mit der Sache vertraute Personen gaben dazu an, dass sich der Konzern wohl mit dem US-Justizministerium dahingehend geeinigt hat, dass ein Schuldeingeständnis seitens BP erfolgen wird. Ebenfalls solle eine Rekordstrafzahlung geleistet werden. Wie hoch diese Ausfallen wird, war bislang nicht klar.

Zuletzt hatte BP den Vorwurf der Fahrlässigkeit vehement zurückgewiesen, auch der Vorwurf des "mutwilligen Verhaltens" stritt man im Verlauf der Vergangenheit ab. Doch damit wollte sich das Justizministerium der USA wohl nicht zufrieden geben. Zuletzt verschärfte man von deren Seite den Ton gegenüber BP.

Man stellte etwa ein "vernichtendes Urteil" über die damals vorherrschenden Sicherheitskontrollen aus. In der Vergangenheit musste BP bereits tief in die Tasche greifen, als es darum ging, etwa 125.000 von der Ölpest geschädigte Personen und auch Unternehmen zu entschädigen. Hier musste BP etwa 7,8 Milliarden US-Dollar zahlen.

Bei der Deepwater Horizon handelte es sich um eine sog. Explorations-Ölbohrplattform, die im Golf von Mexiko zu finden war. Am 20. April 2010 kam es wegen schwerer Versäumnisse zu einem sog. "Blowout" (unkontrolliertes Austreten). Elf Arbeiter kamen damals ums Leben.

Aktualisiert 17:20 Uhr, 15.11.2012; Der britische Ölkonzern BP muss wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko 4,5 Milliarden US-Dollar Strafe an die US-Regierung zahlen.

Quelle: Focus - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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