Reding setzt sich durch: Frauenquote könnte bald Realität werden


(C) World Economic Forum, Severin Nowacki, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die sogenannte EU-Justizkommissarin, Viviane Reding, hat sich nun im wochenlang schwelenden Streit um die "EU-Frauenquote" durchsetzen können. Zusammen mit anderen Personen der Kommission wurde eine Frauenquote für rund 5.000 börsennotierte Unternehmen in der EU vorgeschlagen.

Bei gleicher Qualifikation sollen weibliche Bewerberinnen Vorrang haben. Das nun errungene Ergebnis war von Diplomatenkreisen bereits im Vorfeld erwartet worden. Auf der Internetseite von Reding teilte man an diesem Mittwoch mit, dass bis zum Jahr 2020 die Aufsichtsratsposten bei den betroffenen Unternehmen mit 40 Prozent Frauen besetzt sein müssen.

Bei einer gleichen Qualifikation sollen Frauen zudem künftig Vorrang haben. Sollten sich verschiedene Unternehmen nicht an diese Quote halten, würden Strafen drohen. Der Vorschlag der EU-Kommission muss nun noch vom Europäischen Parlament und im EU-Ministerrat abgesegnet werden.

Experten sehen derzeit, dass eine Zustimmung im Ministerrat eher nicht zustande kommen wird, zumindest aus heutiger Sicht nicht. Dies aus dem Grund, da einige der EU-Mitgliedsstaaten gegen eine planwirtschaftlich festgelegte Quotenregelung sind.

Unter anderem in Schweden und Großbritannien hat man zuletzt mehrere Gegner dieser Frauenquote zusammentrommeln können, aber auch in Deutschland herrscht eine eher ablehnende Haltung gegen diese Planungen vor.

Viviane Reding ist eine luxemburgische Politikerin (CSV; Christlich Soziale Volkspartei), die Mitglied der europäischen Kommission und seit dem 10. Februar 2010 für das Ressort Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft zuständig ist.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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