Europa im Streikfieber: Massive Proteste gegen Troika-Sparpolitik erwartet


(C) Michael Coghlan, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die Streiklage in Europa spitzt sich weiter zu. Am heutigen Mittwoch wird unter anderem in Spanien, Griechenland, Belgien, Zypern, Malta, Portugal als auch in Italien gestreikt. Seitens der spanischen Gewerkschaften folgte man hier ebenfalls dem Großaufruf des portugiesischen Gewerkschaftsverbands CGTP.

Im vergangenen Oktober hatte hier der CGTP- Chef Arménio Carlos zu einem "großen Generalstreik" aufgerufen. Bereits am vergangenen Montag hatten sich die Portugiesen, bezgl. des Merkel Besuchs, "warmgelaufen". Doch nicht nur dort ist Streikluft zu riechen.

In Griechenland, Belgien, Zypern, Malta und Italien wird ebenfalls gestreikt. In der ersten Welle soll dabei deutlich gemacht werden, dass man gegen die Sparpolitik der sogenannten Troika (EZB, IWF, EU) ist und diese klar ablehnt. In Griechenland hat sich bereits gezeigt, dass das Land zurück in die Steinzeit geknüppelt wurde.

Mit Blick auf Spanien und Portugal sind ebenfalls erste Troika-Okkupierungsversuche klar erkennbar. In Belgien begannen Beschäftigte des Bahnbetreibers SNCB schon am Dienstagabend einen 24-stündigen Streik. In Spanien und Portugal sind in der ersten Streikwelle ebenfalls größere Irritationen zu erwarten.

Hier soll der öffentliche Verkehr lahmgelegt werden, Schulen sollen geschlossen bleiben. Ein 24-Stunden Streik soll den Bahnverkehr in Belgien weitgehend lahm legen. Die Gewerkschaften mobilisieren heute in ganz Europa gegen die Sparpolitik. Im Verlauf des Tages wird sich zeigen, welche Wirkung diese erste Streikwelle erzielen wird.

Quelle: Telepolis - Bild: flickr (symbolisch)

  
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