Deutschland: Sinti und Roma wurden in die Landesverfassung von Schleswig-Holstein aufgenommen


(C) UphoffHe, 2005, Bild: Wikipedia (gemeinfrei WP)

Im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein wurde nun die Landesverfassung abgeändert. Grund war die Thematik der Sinti und Roma, welche als Minderheit gelten. Insgesamt hatte es bislang fünf Anläufe gegeben, um die Verfassung des Landes dahingehend abzuändern, dass die Sinti und Roma als Minderheit anerkannt werden.

Im sechsten Anlauf ist das Vorhaben nun gelungen und Schleswig-Holstein stellte die Minderheit der Sinti und Roma mit jener der friesischen Volksgruppe gleich. Mit der Aufnahme dieser Volksgruppe in die Landesverfassung des deutschen Bundeslandes garantiert dieses, dass man die Förderung und den Schutz für die Sinti und Roma vollziehen wird.

Dieser Schritt kann dabei als einmalig angesehen werden, denn Schleswig-Holstein ist nun das erste deutsche Bundesland, welches der Volksgruppe der Sinti und Roma einen entsprechenden Schutz/Förderung zukommen lässt.

Seitens des Landtagspräsidenten Klaus Schlie sagte man nach der Abstimmung, dass es ein "Tag von historischer Bedeutung und Symbolkraft" sei. Eingebracht wurde der Antrag zur Verfassungsänderung von der regierenden Koalition aus Grünen, SPD und dem Südschleswigschem Wählerverband (SSW).

Außerdem beteiligten sich an dem Vorstoß auch die Partei der dänischen und friesischen Minderheiten, die FDP und die Piratenpartei. Als fünfte Landtagsfraktion stimme zuletzt auch die CDU zu. Seitens des Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, sagte man zur Verfassungsänderung, dass dies ein "historisches Zeichen" sei.

Quelle: Spiegel - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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