Zwei Jahr Aufschub: Euro-Gruppe gewährt Griechenland mehr Zeit


(C) Zinneke, 2012, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Bereits in der vergangenen Woche gab es in den Medien Spekulationen darüber, dass man Griechenland evtl. zwei Jahre Aufschub gewähren könnte. Die Euro-Gruppe um Juncker hat nun zwei Jahre mehr Zeit zum Erreichen der Sparziele Athens beschlossen.

Die Empfehlung dafür kam zuvor direkt vom IWF. Wegen der wirtschaftlich deutlich schlechteren Entwicklung in Griechenland sei die Erreichung der Sparziele nun nur durch eine Streckung zu erreichen. In einer offiziellen Erklärung hieß es, dass diese Anpassung „angemessen sei“.

Durch diese Streckung kommen aber gleichzeitig neue Kosten hinzu. Derzeit geht man von einer zusätzlichen Lücke von etwa 17,6 Milliarden Euro aus. Wie diese geschlossen werden soll, ist bislang wohl noch offen.

Aus diplomatischen Kreisen hieß es zuletzt, dass man noch keine Einigung darüber erzielen konnte, wie die Verlängerung der Programmlaufzeit bis zum Jahr 2016 umgesetzt werden könnte. Doch damit nicht genug.

Denn nach einem aktuellen Bericht der Troika ist Griechenland wesentlich stärker von der vorherrschenden Rezession betroffen, als man zuvor angenommen hatte. Bis zum Jahr 2014 sollen Griechenland rund 15 Milliarden Euro fehlen. Mit der Streckung auf 2016 könnte die Finanzierungslücke nun auf über 32 Milliarden Euro ansteigen.

Eigentlich ging man bislang davon aus, dass Griechenland in 2014 einen Primärüberschuss von 4,5 Prozent des BIP erwirtschaften wird, um so die auflaufenden Kosten selbst tragen zu können. Weitere Hintergrundinformationen zur Thematik, erhalten Sie im Artikel "Euro-Gruppe beschließt zwei Jahre Aufschub für Athen", unter der Quelle von Welt.

Quelle: Welt - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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