Desertec: Nach Siemens steigt nun auch Bosch aus


(C) USA.Gov - BLM - BUREAU OF LAND MANAGEMENT, 2003, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

Erst vor kurzer Zeit stieg Siemens aus dem umstrittenen Wüstenstromprojekt Desertec aus. Mit diesem soll u.a. Sonnenenergie nach Europa transportiert werden. Ob das klappt, ist eine andere Frage, zumindest auf dem Papier scheint es zu funktionieren.

Doch nicht nur Siemens ist aus dem Projekt ausgestiegen, auch andere scheinen von dem als Sonnengott gefeierten Projekt nichts zu halten und einen Rückzieher zu machen. So auch das deutsche Unternehmen Bosch.

Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge gab man seitens Bosch an, dass man "unsere Mitgliedschaft nicht verlängern" werde, so eine Sprecherin von Bosch-Rexroth. Die geschlossenen Verträge würden nach nun drei Jahren Ende Dezember auslaufen.

Seitens der Desertec-Planungsfirma Dii bedauerte man die getroffene Entscheidung von Bosch. Weitere Hintergrunddetails zur Sache, bekommen Sie im Artikel unter der Quelle vom Handelsblatt.

Beim Konzept "Desertec" handelt es sich um ein anberaumtes Großprojekt zur Erzeugung von Ökostrom. An "energetischen Standorten" der Welt solle Strom erzeugt werden, um diesen dann in die "Verbrauchszentren" zu transportieren.

Im Gesamtspektrum werden alle Arten von erneuerbaren Energien einbezogen, hauptsächlicher Faktor ist jedoch die Sonnenenergie, welche speziell in den sonnenreichen Wüsten "eingefangen" werden soll.

Um die europäischen "Verbrauchszentren" versorgen zu können, sollen etwa im Raum Nordafrika, in Marokko, Tunesien oder Algerien, entsprechende Solarflächen erstellt werden. Das Thema "Desertec" wird kontrovers diskutiert und hat neben vielen Befürwortern auch zahlreiche Kritiker.

Quelle: Handelsblatt - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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