Naher Osten: Israel feuert auf Grenzregion Syriens


(C) RonAlmog, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Der Konflikt im Nahen Osten verfestigt sich weiter. Am vergangenen Sonntag hat Israel seit Jahrzehnten erstmals wieder Schüsse auf Syrien abgegeben, diese galten als Warnung, heißt es von offizieller Seite.

Eine Armeesprecherin sagte dazu, dass eine aus Syrien abgefeuerte Granate zuvor einen israelischen Militärposten auf den Golan-Höhen getroffen habe – von wem die Granate abgefeuert wurde, stand nicht fest. Der israelische Rundfunk meldete, es sei das erste Mal seit dem Jom-Kippur-Krieg von 1973, dass Israel Feuer auf Syrien abgab.

Es habe keine Verletzten gegeben, teilte man außerdem mit. Die Regierung in Jerusalem (Israel) hatte die Führung in Damaskus wiederholt vor Grenzverletzungen gewarnt. Die Sorge vor einer Eskalation in der Region wächst also weiter.

Das israelische Militär legte nach dem neuen Vorfall Beschwerde bei der UNO-Beobachtertruppe ein, die eine Pufferzone zwischen beiden Ländern kontrolliert. Seither ist die Sorge groß, dass der syrische Bürgerkrieg auf die Nachbarländer übergreifen könnte.
Der stellvertretende Ministerpräsident Jaalon verteidigt das israelische Vorgehen. In Syrien dauern seit mehr als anderthalb Jahren Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Syrien fordert von Israel das besetzte und 1981 annektierte Gebiet zurück.

An diesem Montag wollen die Bürgermeister der israelischen Städte zusammenkommen und die Regierung auffordern, sich der Problematik anzunehmen. Nach Darstellung der Regierung in Syrien kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen an, welche das Land von innen heraus brechen wollen.

Bild-Quelle: flickr (symbolisch für "Israel")

  
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