Merkel-Besuch in Portugal: Ein herzlicher Empfang sieht anders aus


(C) Michael Fielitz, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

In Griechenland kann die allgemeine Krisensituation bereits mit "Heftig" beschrieben werden. Doch auch in anderen südeuropäischen Eurokrisenländern zeigt sich immer mehr, dass auch hier der "Baum brennt".

In Spanien trieb es in den vergangenen Wochen hunderttausende Menschen auf die Straßen, um so gegen die drakonisch aufoktroyierten Sparmaßnahmen der Troika/Regierung zu protestieren. Mit Blick auf Portugal scheint die vorherrschende Lage nicht wesentlich besser zu sein.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wird dem Land am Montag einen "Kurzbesuch" abstatten. Bereits im Vorfeld erklärten mehr als 100 Intellektuell in Portugal, dass Merkel zur "unerwünschten Person" benannt worden sei. Schon der Besuch von Angela Merkel in Griechenland zeigte vor kurzem, dass jene Person dort eher "unerwünscht" war.

In Portugal scheint das nicht anders zu sein. Der Zorn der Portugiesen richtet sich aber weniger gegen die Bundeskanzlerin als gegen die eigene Regierung. Ein portugiesischer Aktivist, João Camargo, sagte zur Thematik des Merkel-Besuchs in Portugal: "Merkel ist ein Symbol für all die politischen Fehlentscheidungen, die in unserem Land getroffen werden".

Seitens der portugiesischen Gewerkschaft rief man dazu auf, dass man "entsprechend" auf den Besuch Merkels in Portugal reagieren müsse. Doch der Zorn in Portugal richtet sich nicht nur gegen die deutsche Bundeskanzlerin, auch und vor allem die konservative Regierung steht im Visier.

Zuletzt forderte man Nachverhandlungen an dem Reform- und Sparprogramm der Troika, etwa die Senkung der Zinsen, welche Portugal für das 78 Milliarden schwere Hilfspaket aus dem Euro-Rettungsschirm an die internationalen Institutionen zahlt. Weitere Details zur aufgebrachten Lage in Portugal, erhalten Sie unter der Quelle von DW.

Quelle: DW - Bild: flickr (symbolisch)

  
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