Griechenland: Viele Griechen sehen Demokratie ad absurdum geführt


(C) Fredrik Rubensson, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Was Experten bereits vor über einem Jahr deutlich machten, zeigt sich nun immer mehr in der vorherrschenden Lage in Griechenland. Man sieht die Demokratie im südeuropäischen Land gar ad absurdum geführt.

In einer aktuellen Umfrage wird recht deutlich, dass der EU-Beitritt von Griechenland wohl doch keine gute Idee gewesen ist, denn das Land wurde dadurch keineswegs stabiler gemacht. Durch die auferlegten Sparmaßnahmen der Troika (EU, EZB, IWF) und der steifen Etablierung dieser, halten viele Griechen die Demokratie gar nicht mal mehr für eine "gute" Staatsform.

Das Misstrauen in die Politik ist geradezu vernichtend. Aber auch die Zukunftsaussichten der Griechen können nicht unbedingt als rosig betitelt werden. Die Umfrage von "Public Issue" zeigt generell auf, dass etwa 80 Prozent der befragten Griechen von der Demokratie in Griechenland enttäuscht sind.

Diese Entwicklung kann durchaus als gefährlich angesehen werden. In der Vergangenheit strömten immer mehr Griechen in eher links- oder rechtsextreme Lager, um so einen "Ausweg" aus der vorherrschenden Lage zu erhalten.

Doch ob dies wirklich ein "Ausweg" sein wird, kann schon heute bezweifelt werden. Dazu gesellten sich in der Vergangenheit auch Gerüchte über mögliche Militärputschversuche. In der Umfrage zeigte sich außerdem, dass etwa 75 Prozent der befragten Griechen eher skeptisch in die eigene finanzielle Zukunft blicken.

Weitere Befragungsergebnisse, auch speziell zu den Parteien, erhalten Sie im Artikel "80 Prozent der Griechen zweifeln an Demokratie", unter der Quelle von DWN.

Quelle: DWN - Bild: flickr (symbolisch für "Griechenland")

  
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