Ägypten: Kinderhändler-Ring gesprengt - Babys für 450 Euro vertickt


(C) jay8085, 2005, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

In einem Bericht von BBC (British Broadcasting Corporation) geht man nun auf einen gesprengten Kinderhändler-Ring in Ägypten ein, der jahrelang Babys zu Schleuderpreisen "vertickt" hat. In dem Bericht heißt es, dass ein Baby für umgerechnet 450 Euro ($570; £360) verkauft worden sei.

Das Epizentrum des Skandals liegt hierbei in Kairo. Hier soll ägyptisches Klinikpersonal derart gehandelt haben, dass man schwangeren Frauen ein Angebot machte, damit diese eine Kaiserschnittentbindung in Anspruch nahmen.

Dies speziell bei Frauen, wo die Schwangerschaft schon recht weit fortgeschritten und eine "normale" Abtreibung nicht mehr durchführbar/praktizierbar war. Diese per Kaiserschnitt entbundenen Babys wurden dann einem Menschenhändler-Ring ausgehändigt. Anschließend verkaufte man die Babys an kinderlose Paare, heißt es.

In dem BBC-Bericht heißt es außerdem, dass der Kinderhändlerring wohl etwa drei Jahre "agieren" konnte. Der Leiter der Klinik soll verschwunden sein, hieß es von ägyptischen Ermittlern. Im Zuge der Sprengung des Kinderhändler-Rings wurden nach aktuellen Informationen fünf Tatverdächtige festgenommen.

Insgesamt wurde etwa 300 Babys verkauft. Der Bande gehörten zwei Krankenschwestern, ein Arzt und der Chefarzt des örtlichen Krankenhauses an. Ihre Käufer waren mehrheitlich kinderlose Ehepaare, die zu solchem Schritt gezwungen waren, weil die Adoption in Ägypten unter Verbot steht.

Weitere Hintergrunddetails zur Sache, etwa zum Verbleib des Chefarztes, konnten bislang nicht benannt werden. Entsprechende Medienbericht-Updates bei BBC werden wohl demnächst folgen.

Quelle: BBC - Bild: flickr (symbolisch für "Ägypten")

  
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