Tschechien: Atomstromanteil wird bis 2040 deutlich erhöht


(C) Japo, 2007, Bild: Wikipedia (gemeinfrei)

In den Zeiten wo man in Deutschland und anderen Ländern aus dem Atomstrom aussteigen will, um die Schwerindustrie, die "normale" Industrie, Millionen von Haushalten und Co. mit Windrädern und Solarzellen zu versorgen, plant man in Tschechien einen gänzlich anderen Weg, um die Stromversorgung des Landes zu gewährleisten.

Bis zum Jahr 2040 plant die tschechische Regierung den Atomstromanteil von derzeit etwa 30 Prozent auf bis zu 55 Prozent anzuheben. Am vergangenen Donnerstag teilte man dabei mit, dass im Gegenzug zu dieser Stromanteilserhöhung der Anteil von Kohle reduziert werden soll.

Für die Erhöhung des Atomstromanteils möchte man zwei neue Reaktoren im Atomkraftwerk Temelin bauen lassen. In einem zweiten Atomkraftwerk, in Dukovany, werden wohl vier Reaktoren nachgerüstet und sogar ein fünfter neu gebaut, hieß es am vergangenen Donnerstag vom tschechischen Regierungschef Petr Necas (Demokratische Bürgerpartei ODS) in Prag.

Das Kernkraftwerk Temelín hat eine Leistung von etwa 2026 MW und ist damit das größte AKW in Tschechien. Der kommerzielle Betrieb läuft sei Juni 2002. Die gesamte Energieeinspeisung im Jahr 2010 lag bei 13.152,96 GWh.

Bei dem Kernkraftwerk Dukovany (ungef. 120 Kilometer nördlich von Wien) handelt es sich um eines, welches etwa 50 Kilometer von Brünn/Tschechien entfernt ist. Dieses hat eine Gesamtleistung von etwa 1792 MW. Dessen Gesamtleistung lag im Jahr 2010 bei 13.288,4 GWh.

Bild-Quelle: Wikipedia (symbolisch)

  
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