Griechenland: Neue Gebühren für Rezepte und Klinik-Einlieferungen


(C) Scott McLeod, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach griechischen Medienberichten wurde nun eine neue Gebühr in Griechenland beschlossen, welche erneut den Gesundheitssektor betrifft. Für die Einweisung in öffentliche Krankenhäuser sollen zukünftig 25 Euro für jede solche bezahlt werden. Dabei müssen diese Gebühr nur Personen bezahlen, welche gesetzlich versichert sind.

Seitens der griechischen Ärztekammer sieht man diese Entwicklung nicht gerne, man spricht gar von "Scham und Schande". Diese nun beschlossenen Maßnahmen, welche speziell die sowieso schon verarmten Bevölkerungsteile in Griechenland treffen wird, riefen zuletzt heftige Gegenreaktionen hervor.

Die Ärztekammer griff dabei direkt auch die politisch verantwortlichen Individuen an, diese würden das eigene Volk wohl als "finanzielles Lasttier" ansehen. Doch nicht nur die 25 Euro für jede Einlieferung in ein öffentliches Krankenhaus wurde beschlossen, auch noch andere Kosten werden zu zahlen sein.

Für jedes ausgestellte Rezept werde man demnach 1 Euro Extragebühr verlangen. Seitens des ISA Präsidenten G. Patoulis sagte man zu diesem ungeheuerlichen Vorgehen, dass es nun in Griechenland den "echten" zweitklassigen Patienten zu geben scheint.

Von den neu etablierten Maßnahmen seien vor allem die steigende Anzahl von Arbeitslosen und Rentnern in Griechenland betroffen, welche immer weniger Geld zur Verfügung hätten und nun davor zurückschrecken könnten, sich medizinische Behandlung oder Arzneimittel zukommen zu lassen, da sie diesen finanziellen Aufwand nicht mehr leisten könnten, da es noch viele weitere Sorgen im Leben dieser Menschen gibt. Die Maßnahmen sollen zum 01. Januar 2014 in Kraft treten.

Quelle: in.gr - Bild: flickr (symbolisch für "Griechenland")

  
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