Teenie sammelt Geld ein: Summly App soll Nachrichten aufbereiten


(C) LeWEB12, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Ein "Teenie-Talent" soll nun etwa eine Million US-Dollar für eine App eingesammelt haben, welche sich "Summly" schimpft. Diese App gibt es bislang nur für iPhone, iPad und iPod. Das soll sich nun ändern, die App soll auf alle verfügbaren Geräte zur Anwendung kommen.

In den Medien vergleicht man den 17-jährigen D'Aloisio bereits mit Mark Zuckerberg, Steve Jobs oder Google-Gründer Sergej Brin. Der vom Teenie entwickelte "Algorithmus" kürzt Nachrichten derart zusammen, dass diese nur noch etwa 400 Zeichen lang sind.

Die App soll dabei automatisch die wichtigsten Teile von aktuellen Nachrichtenmeldungen selbst zusammenstöpseln können und irrelevante Teile entfernen. Dies aus dem Grund, weil eine Person dann schneller eine Nachricht "konsumieren" könnte, außerdem sei diese auch übersichtlicher.

Ein Nutzer der App würde so schnell über alles bestens informiert sein, heißt es. Die Quellen für die Nachrichten kann man sich bei "Summly" nicht frei auswählen, da man mit ausgewählten Anbietern zusammenarbeitet. Die Idee soll dem heute 17-jährigen D'Aloisio bei Schulaufgaben gekommen sein.

Er forschte nach Informationen für eine Geschichtsarbeit in Suchmaschinen nach. Da er immer viele Seiten anklicken musste, um so die Informationen zusammenzutragen, soll er angeblich auf die Idee gekommen sein, ein solches App zu starten. Auf dem ersten Blick ist diese "App" sicherlich ganz nett. Auf dem zweiten Blick nicht.

Wer sich ein wenig mit "Texten" (Nachrichten „etwa nach richten“) auskennt, wird schnell erkennen, welche massenwirksame Funktion hinter dieser "App" stecken könnte. Über nur einige wenige Quellen können vorgegebene Nachrichten konsumiert werden und selbst diese werden noch "automatisch" von der App gekürzt.

Die generellen Bestrebungen, immer weniger lesen zu wollen, für viele reicht heute mittlerweile schon eine Schlagzeile aus, um sich so zu informieren, könnten sich durchaus als schlecht erweisen. Die Manipulationsgrundlage sollte ebenfalls bedacht werden.

Wenn sich millionen Menschen diese App raufziehen, welche von wenigen vorgegebenen Nachrichtenquellen gespeist wird, ist das gegebene Potential, für "gewisse Interessensgruppen", durchaus hoch, um so große Menschenmassen direkt manipulieren zu können.

Eine reißerische Schlagzeile, etwa: "Atomkrieg - Ihnen bleibt nur eine halbe Stunde", könnte dabei durchaus "größeren Schaden" anrichten. Die mögliche Gefahr der Ausnutzung von Massenpsychologie ist durchaus gegeben. Nähere Informationen dazu, können Sie in Gustave Le Bons Werke: "Psychologie der Massen" nachlesen.

Dabei sei jedoch zu bedenken, dass dieses Werk mehr als 400 Zeichen hat. Ein noch deutlich besseres Buch ist aber das folgende, hier geht man im Gesamtspektrum auf die Dinge ein, die Sie ggf. wissen sollten.

Quelle: Yahoo - Bild: flickr (symbolisch)

  
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