Russland will beschlagnahmte Fracht von der Türkei wiederhaben


(C) Alex Twose, 2005, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-NC-SA 2.0)

Anfang Oktober dieses Jahres war ein syrisches Flugzeug von türkischen Kampfjets nach Ankara eskortiert worden, das aus Richtung Russland kam. Seitens der Türkei vermutete man Waffenlieferungen für Syrien. Nachdem die Maschine in Ankara zur Landung gezwungen wurde, stellte sich jedoch heraus, dass keine Waffen an Bord waren.

Es wurde lediglich elektronische Ausrüstung für Radaranlagen aufgefunden. Seitens russischer Behörden teilte man nun mit, dass erneut Verhandlungen zur Rückgabe der beschlagnahmten Fracht geführt werden. Der russische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin teilte am vergangenen Dienstag in St. Petersburg mit, dass die Behörden in Ankara wohl noch nicht über eine Rückgabe der Fracht entschieden hätten.

Die elektronische Ausrüstung für ein in Syrien stehendes Radar sollte eigentlich für die syrische Regierung geliefert werden. Die Maschine wurde am 10. Oktober 2012 nach Ankara eskortiert, an Bord der Maschine befanden sich 35 Passagiere, darunter auch 17 russische Staatsangehörige.

Da man seitens der türkischen Behörden keine Waffen oder andere verbotene Güter an Bord der Maschine finden konnte, verlangt man von russischer Seite aus eine Erklärung für diesen Eingriff in den Flugverkehr. Nach offiziellen Angaben russischer Behörden sollen die Frachtpapiere für die elektronische Ausrüstung in Ordnung gewesen sein.

Russland besteht demnach darauf, dass der Transport derartiger Technologie von internationalen Konventionen nicht verboten ist. Bereits am 23. Oktober dieses Jahres machte der russische Außenminister darauf aufmerksam, dass man die beschlagnahmte Fracht zurückhaben wolle.

Quelle: RiaN - Bild: flickr (symbolisch)

  
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