Skype gab Datensätze ohne Gerichtsbeschluss an Privatermittler heraus


(C) Brandy Dopkins, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Das zu Microsoft gehörende „Skype“ (VoIP-/Chat-Software) soll private Nutzerdaten, ohne einen gültigen und rechtswirksamen Gerichtsbeschluss erhalten zu haben, an eine Privat-Ermittlerfirma gegeben haben. Jene Firma war mit privaten Ermittlungen gegen die sog. Gruppe "Anonymous" beauftragt worden. Neben Name (real), Nutzername und E-Mail-Adresse der jeweiligen Personen, soll etwa auch die Anschrift übergeben worden sein, heißt es bei "NU.nl". Diese Informationen gewann man im Nachhinein durch Einblicke in Polizeiakten, heißt es.

Speziell an der Sache ist, dass es sich bei den herausgegebenen Daten um welche handelt, die potentiell minderjährige Nutzer traf. Bei Gulli heißt es zur Sache, dass man die Privatermittler-Firma seitens PayPal Inc. (Sitz: San José/USA) beauftragt hatte, teilnehmende Personen von DDoS-Angriffen ausfindig zu machen.

Jene Personen hatten im Jahr 2010 im "Kollektiv" Angriffe auf verschiedene Internetzahlungsanbieter gefahren. Dies aus dem Grund, da etwa Zahlungsanbieter wie PayPal der Enthüllungsplattform WikiLeaks die finanzielle Grundlage entzogen hatten, über diese Plattformen Geldtransfers durchzuführen. Neben PayPal waren dies etwa auch VISA und MasterCard.

Die damaligen "Angriffe" wurden mit Hilfe einer speziellen Software vollzogen, welche sich die minderjährigen Personen aus dem Internet geladen hatten. Per Mausklick konnten sich diese an den "Attacken" beteiligen.

Da jene Software keine tatsächliche "Anonymous"-Funktion inne hatte, übertrugen sie bei den Angriffen ihre zugewiesene IP-Adresse, mit deren Grundlage man die Ermittlungen anstellte. Kurze Zeit später wurden etwa in den Niederlangen Hausdurchsuchungen durchgeführt. Weitere Hintergrunddetails dazu, unter der Quelle von Gulli

Bild-Quelle: flickr (symbolisch für "Skype")

  
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