Lieber Hartzen: DGB warnt vor abgehängter Generation in Deutschland


(C) Domenico Citrangulo, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Wird es in der Zukunft zu deutlichen Problemen auf dem deutschen Arbeitsmarkt kommen? Zwar gibt es zahlreiche Jugendliche, welche auf den Arbeitsmarkt nachströmen könnten, doch ob diese auch passend in den zu besetztenden Bereichen eingebracht werden können, ist eine andere Frage.

Viele Jugendliche in Deutschland sind eher lustlos und wollen lieber Party machen oder im Internet „auf Entdeckungstour“ gehen. Einige haben gar das selbstgesteckte Ziel, zu "Hartzen". Soll bedeuten, Hartz-4 beziehen und rumfaulen, Party machen oder andere zersetzende Dinge unternehmen. Die wenigen Individuen, welche wirklich arbeiten wollen, werden wohl nicht ausreichen, um die anstehenden Dinge bewältigen zu können.

Seitens des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) schätzt man die vorherrschende Lage eher schlecht denn recht ein. Man spricht gar von einer "abgehängten Generation". Hierbei sprach man auch die sogenannten "Übergangssysteme" an. Trotz dass es derzeit noch eine recht akzeptable Konjunktur in Deutschland gibt, würden etwa 300.000 Jugendliche in solchen "Übergangssystemen" landen, statt direkt eine Lehre zu beginnen. Dies geht aus einer aktuell ausgearbeiteten Expertise des DGB hervor, so der "Spiegel". Hierbei stellte man auch fest, dass im Jahr 2011 rund 29 Prozent aller Jugendlichen, welche einen Ausbildungsplatz suchten, in ein solches "Übergangssystem" gegangen sind.

Dabei stellte man ebenfalls fest, dass jeder Dritte Jugendliche, nachdem er in einem solchen "Übergangssystem" war, auch nach zwei Jahren noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hatte. Etwa 2,2 Millionen Menschen, zwischen 20-34 Jahre, hätten gar keinen Berufsabschluss. Diesen Leuten würde in Zukunft "ein Leben in der Arbeitslosigkeit" drohen.

Quelle: NetzTicker - Bild: flickr (symbolisch)

  
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