Haiti: Regierung ruft nach Hurrikan Sandy den Notstand aus


(C) Tjebbe van Tijen, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach dem Hurrikan Sandy richten sich die Blicke eher auf die Ostküste der USA. Doch Sandy hat auch noch in anderen Ländern gewütet, etwa in Haiti. Dort hat die Regierung nun den Notstand ausgerufen, es droht eine Hungersnot im sowieso schon ärmlichen Land. Durch heftige Regenfälle wurden große Teile der haitianischen Ernte zerstört. Aus diesen direkten Folgen sind etwa 10 Millionen Menschen von akuter Hungersnot bedroht, teilte die Regierung mit.

Zum Schadensbild nannte die CSNA (Koordinationsbüro für Lebensmittelsicherheit) zuletzt etwa 104 Millionen US-Dollar, so ein Bericht der Zeitung "Le Nouvelliste". Die haitianische Regierung will mit der offiziellen Ausrufung des Notstands erreichen, dass entsprechende Hilfsmaßnahmen umgesetzt werden können. Eines der Hauptanliegen sei hier der vorherrschende Hunger (Lebensmittelknappheit).

Haiti scheint vom Pech verfolgt zu sein, denn schon im Jahr 2010 hatte ein schweres Erdbeben dem Land stark zugesetzt. Viele Menschen leben seitdem in entsetzlicher Armut, mit dem Hurrikan Sandy ist selbst dieser unwürdige Zustand nochmals "getoppt" worden. Beim damaligen Erdbeben wurden weite Teile des Südens von Haiti zerstört, etwa 220.000 Menschen kamen ums Leben.

Nach Angaben von Wikipedia (Stand: 04/11/12) sind durch direkte Folgen des Hurrikans Sandy 54 Todesopfer zu verzeichnen, 21 Personen werden vermisst. Die meisten Toten kamen demnach durch die heftigen Niederschläge zustande. In der Stadt Les Cayes fielen fast 700 mm Regen innert 24 Stunden. Dies entspricht fast der jährlichen Regenmenge die sonst im Durchschnitt gemessen wird.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch)

  
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