Türkei: Ehemaliger Präsident Turgut Özal wurde wohl vergiftet


(C) World Economic Forum, 1986, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Schon kurze Zeit nach seinem Tod kamen Gerüchte auf, dass der ehemalige türkische Präsident Turgut Özal nicht eines inneren Todes (ohne externe Einwirkung) gestorben sei. Anfang Oktober dieses Jahres wurden die sterbliche Überreste Özal exhumiert.

Dies aus dem Grund, da die Angehörigen des türkischen Politikers darauf bestanden haben, eine erneute Untersuchung zum Tod in die Wege zu leiten. Aus dem vorläufigen Ergebnis der Gerichtsmediziner soll nun hervorgehen sein, so türkische Medien am Freitag, dass Özal offenbar vergiftet wurde.

Hierbei schrieb die türkische Zeitung „Bugün“, dass hohe Mengen von Strychnin an den Gewebeproben Özals gefunden wurden. Man vermutet daher, dass dem Politiker damals dieses stark wirkende Gift ins Essen oder ins Getränk gemischt worden sei.

Die Hinterbliebenen des 1993 verstorbenen Turgut Özal hatten in der Vergangenheit wiederholt ausgesagt, dass die Todesursache nicht ausreichend untersucht worden sei. Seitens der Staatsanwaltschaft in Ankara entschied man sich dazu, dass man den Vermutungen der Angehörigen nachgehen wird. Dazu ordnete man an, dass die in Istanbul beigesetzten sterblichen Überreste des ehemaligen Politikers exhumiert werden, um diese spezifisch auf Gift hin zu überprüfen.

Die Vergiftungstheorie scheint sich demnach bewahrheitet zu haben. Die nun festgestellten Ergebnisse wurden an die zuständige gerichtsmedizinische Behörde weitergeleitet. Nach Medienberichten wird die Expertise des gerichtsmedizinischen Gutachtens wohl mehrere Monate in Anspruch nehmen, bis ein endgültiges Ergebnis für die Staatsanwaltschaft feststeht.

Turgut Özal war am 17. April 1993 in Ankara verstorben. Er war Staats- und Ministerpräsident der Türkei. Außerdem war er Angehöriger des Sufi-Ordens der Naqschbandi (Untere Strömung im Islam: Tariqa; Sufismus, islamische Mystik; Weg, auf dem der Mystiker wandert). Weitere Informationen zur Person, unter dieser Quelle.

Quelle: Rian - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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