Genscher meint: An Deutschland dürfe Europa nicht scheitern


(C) La Granja, 2011, Bild: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der ehemalige Bundesvorsitzende der FDP, Außenminister und auch Bundesminister des Innern, Hans-Dietrich Genscher, warnte nun vor "Isolationsbestrebungen" der Euro-Gegner. Im Willy-Brandt-Haus sagte Genscher, dass man den Euro "mit Leidenschaft" verteidigen müsse.

In mahnenden Worten ließ er verlauten: "Ein Deutschland, das in die Selbstisolation fliehen würde, würde bald sehr, sehr einsam sein". Eigentlich sollte Genscher seine "Rede" bereits vor einem Jahr halten, doch daraus ist irgendwie nichts geworden.

Jetzt, so knapp vor der Bundestagswahl, ist eine Rede auch viel besser positioniert, auch wenn Sigmar Gabriel meinte, dass die in diesem Jahr gehaltene Rede nicht im Zusammenhang mit veränderten Regierungskonstellationen gebracht werden sollte. In seiner Rede warnte Genscher außerdem, wegen nationaler Interessen in der Politik: "An Deutschland darf Europa nicht scheitern", er meinte wohl aber eher die Europäische Union, als Europa.

Wie so oft, wurde auch dieses Mal wieder "die Geschichte von Deutschland" herangezogen. Wegen dieser habe Deutschland eine Verantwortung gegenüber den anderen Ländern in Europa, Deutschland solle den Nachbarländern dafür danken, dass das Land nach dem Zweiten Weltkrieg zur "Teilnahme an Europa" eingeladen worden war. Weitere Details zu seiner Rede, erhalten Sie im Artikel "An Deutschland darf Europa nicht scheitern", unter der Quelle von Welt.

Die Person Hans-Dietrich Genscher trat im Jahr 1992 recht überraschend als Bundesaußenminister zurück, obwohl er seit 1974 fast durchgehend Außenminister war. Genscher prägte wohl wie keine anderer die Außenpolitik von Deutschland, speziell auch die Beziehungen zwischen Osten und Westen. In der Stasiunterlagen-Behörde soll Genscher als "IM Tulpe" geführt worden sein, wobei der "SPIEGEL" am 13. Juli 1992 eine "Story" brachte, dass angeblich die Stasi den Lebenslauf eines DDR-Bürgers hergenommen und diesen einfach auf Genscher übertragen habe. Damit sollte angeblich bezweckt werden, dass man Genscher, durch die Stasi/KGB (KGB-Nachfolger FSB), bei Bedarf "diskreditieren" kann. Kritiker sehen dahinter aber eher eine Ente, denn sonst könnte jeder beliebige Geheimdienst auf der Welt sich irgendwelche Akten zusammenschustern, um so eine unliebsame Person loszuwerden. Weitere Informationen dazu und auch eine interessante Anmerkung zu den KGB-Verbindungen (etwa Putin), erhalten Sie in der Literatur "Das Kapitalismus-Komplott", ISBN: 978-3898795777, zu Genscher: Seite 341 (5. Auflage 2011).

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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