Autobauer weiterhin in der Krise: Renault will 10.000 Stellen abbauen


(C) Keith Ramsey, rambergmedia.com, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Wegen der Eurokrise und der sich weiter abkühlenden Weltwirtschaft sinken nicht nur in Deutschland die Absatzzahlen der Autobauer. Auch in anderen europäischen Ländern halten sich die Menschen zurück und Geld beisammen. So auch in Frankreich. Im Oktober sank die Zahl der KFZ-Neuzulassungen abermals.

Nach den aktuellen Zahlen des Industrieverbandes CCFA (Comité des Constructeurs Français d'Automobiles) wurden zuletzt nur noch 162.411 Fahrzeuge abgesetzt, also etwa 7,8 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres. Im sogenannten Neunmonatsvergleich war der Rückgang noch drastischer, das Minus lag hier bei 13,3 Prozent.

Von diesem abwärtsgerichteten Trend sind zahlreiche Autobauer betroffen, auch der französische Hersteller Renault. Dieser verzeichnete im Oktober gar einen Rückgang von 26,4 Prozent. Bei Peugeot Citroen betrug das Minus 5,0 Prozent.

Durch diese deutlich negativen Absatzwerte sehen sich die Autohersteller gezwungen entsprechende Einsparungen zu treffen. Es sollen Kapazitäten abgebaut werden, um so die Kosten weiter zu senken, heißt es im Tagblatt. Seitens des Autoherstellers Renault plant man daher die Schließung eines Werks bei Paris und auch den Abbau von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen.

Aber nicht nur bei Peugeot stehen schlechte Zeiten vor der Tür. Auch der US-amerikanische Autohersteller FORD kündigte zuletzt an, dass man Einsparungen in Europa treffen wird. So solle etwa die Fahrzeugproduktion im Werk Genk Ende 2014 auslaufen. Ford steuert dabei aktuell auf einen Milliardenverlust in Europa zu.

Bei Opel wird ebenfalls der Rotstift angesetzt. Die deutsche Opeltochter des US-Konzerns General Motors wird als "Sorgenkind" bezeichnet. Zwischen Juli und September 2012 machte der Konzern in Europa Verluste von einer halben Milliarde Euro, heißt es etwa bei der Süddeutschen Zeitung. Deshalb müssten weitere Einsparungen getroffen werden. Es sollen 2600 Jobs wegfallen und auch der Standort Bochum steht vor dem endgültigen Aus.

Quelle: Tagblatt, SZ, TS - Bild: flickr (symbolisch für "Autos")

  
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