Manipulationen am Strommarkt: Barclays im Visier


(C) Dick Thomas Johnson, 2012, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die verschiedenen Manipulationen durch große Banken sind nun nichts Unbekanntes mehr, spätestens seit dem sogenannten Libor-Skandal zeigte sich, was bei den Banken so los ist. Erst am 16. September 2012 vermeldete man im "Blick" (Schweiz), dass "gegen mehrere US-Banken, darunter auch die Bank JPMorgan, laut einem Zeitungsbericht der New York Times, wegen des Verdachts der Geldwäscherei und der möglichen Finanzierung von Drogenhandel und Terroraktivitäten ermittelt" wird.

Nun kommt heraus, dass wohl auch noch in anderen Bereich ordentlich manipuliert wurde. Beim Tagesanzeiger spricht man von Manipulationen am Strompreis. Damit wurde bezweckt, dass man am Derivatemarkt "ordentlich Geld" einsacken konnte. In diesem Fall geht es um die Großbank Barclays, bei der Händler die Preise für Strom gedrückt haben sollen. Behörden aus den USA fordern nun eine Strafzahlung von etwa 470 Millionen US-Dollar.

Derartige Manipulationen am Strompreis habe man wohl auf dem Strommarkt von Kalifornien festgestellt, heißt es. Daher erwägt nun die US-Energiemarktaufsicht FERC eine Rekordstrafe gegen Barclays.

Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen Händler der Bank zwischen den Jahren 2006 und 2008 die Preise am Strommarkt künstlich gedrückt haben. Dadurch hätten Sie am Derivatemarkt 35 Millionen US-Dollar „ergaunert“.

Wie es aktuell ausschaut, könnten gar auch der britische Ölkonzern BP und die Deutsche Bank mit in den Skandal hineingezogen werden, denn die FERC führt gegen diese ähnliche Ermittlungen. Etwa 245 Millionen US-Dollar musste in diesem Jahr bereits die Stromfirma Constellation Energy an die FERC bezahlen. Weitere Hintergrundinformationen dazu, unter der Quelle von Tagesanzeiger.

Quelle: Tagesanzeiger - Bild: flickr (symbolisch)

  
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