In Tunesien wird der Notstand bis Januar 2013 verlängert


(C) Balu, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Im Urlauberparadies Tunesien herrscht schon lange keine Ruhe mehr. Seit Monaten ist hier ein Notstand in Kraft, da es immer wieder zu Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und Islamisten kommt.

Nun gab man bekannt, dass der Notstand wohl um drei weitere Monate verlängert wird. Nachdem der damalige Staatschef Zine al-Abidine Ben Ali im Januar 2011 gestürzt worden war, ist nichts mehr so wie vorher in dem Land. Seitens des neuen Staatschefs Moncef Marzouki gab man nun bekannt, dass die vorherrschende Lage weiterhin unsicher sei, der Notstand werde daher bis Januar 2013 verlängert.

Seit mehreren Monaten kommt es immer wieder zu teils heftigen Auseinandersetzungen, zuletzt gingen Islamisten auf tunesische Sicherheitskräfte los. Bei diesen Übergriffen soll ein Islamist getötet worden sein, hieß es bei der amtlichen Nachrichtenagentur TAP. Seitens der Agentur AFP gab man an, dass es zwei Tote gegeben hätte, dies wurde auch von anderen nicht amtlichen Quellen in Tunesien bestätigt.

Doch nicht nur die Demonstrationen setzen der neuen tunesischen Regierung zu, auch immer wieder auflodernde Stammeskämpfe wegen Schmuggelaktivitäten nagen an der allgemeinen Sicherheitslage des Landes.

Der neue tunesische Staatschef Moncef Marzouki wurde am 12. Dezember 2011 zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Seit der Wahl sieht sich Marzouki mit zahlreichen innen- und außenpolitischen Herausforderungen konfrontiert.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link