Wahlkampf USA: Romney erhielt mehr Geld als Obama von deutschen Tochterunternehmen


(C) IowaPolitics.com, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Deutsche Tochter-Unternehmen sollen wohl deutlich mehr Geld in die Wahlkampfkasse von Mitt Romney, als in die von Barack Obama gespendet haben, geht aus einem Artikel von Ria Novosti hervor.

Hierbei zeigte man auf, dass sich die deutsche Regierung wohl neutral im Wahlkampf verhalte, doch die Mitarbeiter amerikanischer Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen scheinen diese Neutralität eher nicht zu wahren.

Aus einer Studie des Center for Responsive Politics (CRP) soll demnach hervorgehen, dass Angestellte deutscher Unternehmen etwa 1,9 Millionen US-Dollar für den US-Wahlkampf gespendet haben. Bei der Höhe der Spenden liegt der Obama-Herausforderer Romney deutlich vorn, heißt es.

Eigentlich ist es verboten, dass ausländische Unternehmen/Personen einem Kandidaten oder Partei Spenden zukommen lassen. Die Sponsoren müssen aus den USA kommen und gleichermaßen US-Bürger sein. Außerdem darf ein solcher US-Bürger nicht mehr als 5000 US-Dollar spenden.

Dies kann man aber relativ einfach umgehen. Hierbei gründen Mitarbeiter sogenannte Political Action Committees (PAC) welche die Spenden von Angestellten oder Kunden einsammeln. Die deutsche Zeitung "Welt am Sonntag" hatte die Studie des Center for Responsive Politics (CRP) in Auftrag gegeben.

In der Studie kam man zu dem Ergebnis, dass 16 Komitees für Obama spendeten und nur neun für Mitt Romney. Deutlich mehr Geld als Obama hat Romney für seinen Wahlkampf bekommen. Bis Ende September 2012 flossen Romney 205.000 US-Dollar und Obama nur 180.000 US-Dollar in die Wahlkampfkasse.

Manager der Deutschen Bank sollen Obama nur 21.000 und Romney 127.000 US-Dollar gespendet haben. Von Seiten der Allianz flossen rund 6.000 US-Dollar an Obama und deutlich mehr, nämlich 27.000 US-Dollar in die Wahlkampfkasse von Romney.

Der Pharmariese BAYER spendete an die Demokraten 137.000 US-Dollar und an die Republikaner 293.000 US-Dollar. Bei der Anzahl der zugeflossenen Spenden lag Obama, doch bei der Höhe eindeutig Romney vorne.

Bild: flickr (symbolisch)

  
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