Tausende bei Demonstration gegen Erdogan in Berlin


(C) Bild von: Antonis Samaras, der griechische Premierminister, 2010, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Der Deutschland-Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan (AKP) scheint nicht überall auf Freude gestoßen zu sein. In Berlin hatten sich Medienberichten zufolge mehrere tausend Demonstranten gegen Erdogan in Stellung gebracht.

Bei den Demonstrationsveranstaltungen waren etwa Transparente zu sehen, welche Erdogan als blutrünstigen Dracula zeigten, mit einem blutverschmierten Mund.

Der sogenannte Generalsekretär der Alawitischen Gemeinde Deutschland, Ali Dogan sagte zu dem politischen Werk Erdogans, dass dieser eine Art Parallelgesellschaft unter türkischen Jugendlichen in Deutschland schaffe.

Aber auch in Bezug auf die Handlungen in der Türkei selbst äußerte man Kritik. So sehe man, dass der türkische Ministerpräsident Menschenrechte verachtet und auch ein Feind von Andersgläubigen sei.

In einem Artikel bei Welt spricht man von 70 Bussen, welche aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin kamen, um dort gegen Erdogan zu demonstrieren. Insgesamt würden 44 Organisationen die Kundgebung unterstützen. Nach Angaben der Polizei sollen etwa 2500 Teilnehmer bei der Kundgebung ausgemacht worden sein.

Eines der Hauptanliegen Erdogans dürften wohl die EU-Beitrittsverhandlungen der Türkei sein. Doch dass diese schnell vorangetrieben werden, sehen Experten eher als unrealistisch an. Erdogan selbst nannte als späteste Frist für den Beitritt der Türkei zur EU das Jahr 2023.

Erdogan ist derzeit Vorsitzender der Regierungspartei Adalet ve Kalkinma Partisi (AKP). Laut Wikipedia "...führt die Herrschaft der AKP jedoch zu einer stärkeren Islamisierung der Gesellschaft".

Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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