Russland, Rjabkow: USA sollen taktische Kernwaffen reduzieren


(C) michael clarke stuff, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Der gegenseitige Druck der Weltgroßmächte sollte mit Blick auf die Zukunft eigentlich entschärft werden. Doch nun kommen Töne aus Russland, welche eher als seltsam betrachtet werden können.

So hat der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow kürzlich einen Dialog mit den USA gefordert, dass ein neuer Vertrag unterzeichnet werden müsse, der zum Inhalt hätte, dass eine Reduzierung der taktischen Kernwaffen vorangetrieben wird.

Ein wenig skurril an diesem Vorschlag ist, dass Rjabkow forderte, dass Washington zunächst damit anfangen müsse, alle im Ausland gelagerten nuklearen Gefechtsköpfe auf sein eigenes Territorium zurückzuführen.

Dabei sei deutlich gemacht, dass es sich hierbei um die "taktischen" und nicht die "strategischen" Gefechtsköpfe handelt. Der Abzug der taktischen Kernwaffen solle demnach, für einen solch angestrebten Dialog, umgesetzt werden. Dazu sagte Rjabkow gegenüber der Tageszeitung „Moskowskije Nowosti“:

"Damit der angestrebte Dialog beginnen kann, müssen wir uns davon überzeugen, dass die nichtstrategischen Kernwaffen, welche die USA in Europa vorhalten, den Charakter der strategischen Waffen verlieren, den diese Waffen heute in Bezug auf Russland haben".

Ob die USA diesen Schritt tatsächlich unternehmen werden, muss abgewartet werden. Die Chancen sind aber sicherlich relativ gering, wenn auch nicht ganz aussichtslos.

Ebenfalls gab Rjabkow zu verstehen: "Darüber hinaus sollten die USA die Infrastruktur für einen raschen Rücktransport dieser Waffen beseitigt, wie das Russland seinerzeit auch gemacht hat".

Bild-Quelle: flickr (symbolisch für "Russland")

  
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