Hurrikan Sandy: Größere Gefahr durch das Atomkraftwerk Oyster Creek?


(C) KyleAndMelissa2, 1998, Bild: Wikipedia (CC0 1.0)

Bereits vor dem Eintreffen des Hurrikans Sandy hatte man das Atomkraftwerk Oyster Creek im Bundesstaat New Jersey abgeschaltet. Dabei zeigte sich schon bei der Nuklearkatastrophe von Fukushima, dass Blackouts eine durchaus gefährliche Bedrohung für Atomkraftwerke sind. Doch trotz dem vorherigen Herunterfahren des Atomkraftwerks Oyster Creek wurde die zweite von vier Alarmstufen ausgelöst (laut CNN).

Dies aus dem Grund, da der Pegel des Kühlwasserreservoirs anstieg. Seitens der US-Nuklearaufsicht NRC sagte man, dass der betroffene Reaktor in Oyster Creek bei einem weiteren Anstieg des Wassers ("Unusual Event" - sog. ungewöhnliches Ereignis) nur mehr durch Feuerwehr-Löschsysteme und Notstromgeneratoren gekühlt werden könne. Dies kann durchaus als heikel angesehen werden.

Bei dem Atomkraftwerk Oyster Creek handelt es sich um den ältesten noch laufenden Siedewasserreaktor der USA, welcher bereits seit dem Jahr 1969 in Betrieb ist. Betrieben wird er von AmerGen Energy LLC, einer Tochter der Exelon-Gruppe.

Insgesamt sind 16 Reaktoren, im vom Hurrikan Sandy betroffenen Gebiet, in Betrieb. Zuletzt meldete man dabei, dass es bei anderen Reaktoren wohl keine Probleme zu geben scheint.

In Oyster Creek gab es bereits im Jahr 2009 einen Störfall. Dieser wurde damals wegen einem Blitzeinschlag ausgelöst. Im aktuellen Störfall wurde zwar das Kraftwerk heruntergefahren, dabei muss jedoch betont werden, dass die mögliche Gefahr nicht beim Herunterfahren von Atomkraftwerken endet.

Eines der Schlüsselfaktoren wird also sein, dass man auf jeden Fall die Stromversorgung beim Oyster Creek aufrecht erhalten muss, auch dann, wenn durch den Hurrikan das Stromnetz längere Zeit ausfällt.

Eine Bildersammlung zum Sturm Sandy finden Sie bei huffingtonpost.com

Bild: Wikipedia (symbolisch, zeigt das Atomkraftwerk Oyster Creek im Jahr 1998)

  
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