Datenhandel: O2 will wohl Aufenthaltsorte seiner Kunden auswerten


(C) Retinafunk, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Das Personentracking über Mobilfunkgeräte ist nicht nur bei Ermittlungsbehörden gefragt. Mittlerweile scheinen sich auch die Mobilfunkunternehmen selbst ein neues Marktfenster eröffnen zu wollen.

Nach aktuellen Medienberichten will das Mobilfunkunternehmen O2 wohl die Aufenthaltsorte seiner Kunden ermitteln, um diese gewonnen Daten an andere Unternehmen zu verkaufen. Bei Welt heißt es dazu, dass man anderen Firmen wegen „Marktforschung“ entsprechend ausgewertete Informationen über die Aufenthaltsorte der Kunden zur Verfügung stellen wird.

Dazu ist bekannt, dass O2 mit dem Marktforschungsinstitut GFK (Gesellschaft für Konsumforschung) zusammenarbeitet. Offiziell heißt es zu diesem Unterfangen, dass die Nutzer wohl anonym bleiben, da entsprechende Anonymisierungsverfahren zum Einsatz gebracht werden. So werden etwa die aufgezeichneten Bewegungsdaten getrennt von den personenbezogenen Daten, wie etwa Name und Telefonnummer, geführt.

Geplant sei mit diesen anonymisierten Daten, dass andere Unternehmen verfolgen könnten, wo sich ihre Zielgruppe aufhält. Dabei soll es wohl auch verschiedene Unterteilungen, etwa nach Alter oder Geschlecht geben. Das geplante Projekt wird man erst in Großbritannien testen, heißt es. Als Interessensgruppe könnten etwa Handelsunternehmen gelten, welche durch diese Daten den Standort einer neuen Filiale besser planen könnten.

Ob der jeweilige Kunde eine Möglichkeit hat der "anonymisierten Aufzeichnung" zu widersprechen, kann dem Artikel nicht entnommen werden. Weitere Informationen, auch zum aktuellen Börsengang von O2, erhalten Sie im Artikel "O2 will Aufenthaltsorte von Kunden auswerten", unter der Quelle von Welt.

Quelle: Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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