Wikileaks: Australischer Geheimdienst war im Fall Assange direkt mit involviert


(C) Thierry Ehrmann, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Im Fall Julian Assange konnte man in der nahen Vergangenheit schon so manch seltsame Dinge vernehmen. Nun kommt eine neue Sache hinzu, welche deutlich aufzeigt, wie Geheimdienste systematisch Gesetze zu brechen scheinen, um so vermeintliche Gesetze einzuhalten. Eine irrationale Unlogik.

Aus einem aktuellen Bericht der australischen "Sidney Morning Herald" kann entnommen werden, dass es wohl schon seit über zwei Jahren eine enge Kooperation zwischen den Geheimdiensten der USA und Australiens gegeben hat. Hierbei geht es spezifisch um den Fall "Julian Assange" und Wikileaks. Demnach war der australische Geheimdienst seit Anfang an in den Ermittlungen und Bemühungen involviert, welche gegen den Wikileaks-Gründer unternommen wurden und wusste dementsprechend "einiges" über das Vorgehen der US-Behörden, um so eine Anklage gegen Assange in die Wege leiten zu können.

Darunter sollen auch Informationen sein, dass man den Wikileaks-Gründer wohl mit Geständnissen belasten wollte, die man dem inhaftierten mutmaßlichen Whistleblower Bradley Manning abzupressen versuchte.

Die Plattform WikiLeaks und deren Gründer Julian Assange wurden demnach auch direkt zum Gegenstand von geheimdienstlichem Informations-Austausch zwischen Australien und den Vereinigten-Staaten, so das australische Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Handel.

Auch die Versuche, das hinter den Kulissen hektisch vorangetriebene Auslieferungsverfahren gegen Assange zu vertuschen, seien demnach gescheitert. Niemand kann jetzt noch annehmen, es ginge bei der fadenscheinigen Sex-Anklage in Schweden um etwas anderes, als die direkten Bestrebungen der USA, endlich ihren Staatsfeindes Nr.1? habhaft zu werden.

Weitere Informationen dazu, auch spezifisch zum Fall Assange und Manning, erhalten Sie unter den folgenden Quellen:

Revealed: Canberra shared intel on Assange with Washington

Assange felt 'abandoned' by Australian government after letter from Roxon

Ecuadors Staatschef meldet sich zu Fall Assange

  
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