USA: Bereits 25 Meningitis-Tote durch verunreinigte Arznei


(C) Be.Futureproof, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nachdem der Skandal um eine verunreinigte Arznei in den USA bekannt wurde, sind mittlerweile 313 Meningitis-Erkrankungen festgestellt worden. Bislang sind 25 Personen an den Folgen gestorben. Seitens der FDA (Food and Drug Administration) stellte man bei dem Pharmaunternehmen fest, welches im Mittelpunkt der Ermittlungen steht, dass enorme Mengen (org: "unzulässiger Menge") an Schimmelpilzen und Bakterien vor Ort festgestellt wurde.

In einem zuletzt veröffentlichten Bericht der FDA stellte man generell fest, dass die produzierte Arznei wohl mit Verunreinigungen in Kontakt gekommen ist, so dass diese direkt für die Meningitis-Fälle verantwortlich sind.

Bei der Meningitis (Hirnhautentzündungen) handelt es sich um eine Erkrankung, bei der die Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute hervortritt. Verursacht wird die Hirnhautentzündung durch Viren, Bakterien oder andere Mikroorganismen.

Die betroffene Firma, welche das kontaminierte Schmerzmittel hergestellt hat, ist im Nordosten der USA, in Massachusetts, ansässig. Bei den FDA-Kontrollen fand man vor Ort grünlich-gelben Belag auf Sterilisierungsgeräten vor, generell zeigte man sich von der vorherrschenden Lage in der Produktionsstätte entsetzt.

Das Pharmaunternehmen soll unter anderem auch an renommierte Einrichtungen, wie etwa an die Krankenhäuser der Universitäten Harvard und Yale, Medikamente ausgeliefert haben.

Doch nicht nur die vorherrschenden Verhältnisse in der Produktionsstätte selbst wurden als katastrophal eingeschätzt. Ebenfalls stellte man fest, dass in der Nähe des Pharmaunternehmens eine Müllaufarbeitungsanlage steht, wobei die Betreiber dieser Anlage auch direkt mit der Führung des Pharmaunternehmens verbandelt sind.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch)

  
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