Nach Urteil: Berlusconi bläst zum Angriff auf die Monti-Regierung


(C) la-moncloa.es 2010, Bild: Wikipedia

Nach dem gefallenen Urteil gegen Silvio Berlusconi denkt dieser noch lange nicht daran von der politischen Bühne zu verschwinden. Ob das Urteil dabei letztendlich überhaupt rechtswirksam sein wird, ist noch eine ganz andere Frage – die nächste Instanz muss entscheiden. Nun geht der ehemalige Ministerpräsident Italiens in die Offensive und greift die nicht gewählte Regierung um Mario Monti an.

Ob Berlusconi in Haft kommen wird, muss abgewartet werden. Das Mailänder Gericht urteilte zwar, dass er von den vier Jahren nur eines in Haft verbringen müsste, doch es ist noch nicht rechtskräftig. Dabei will sich Berlusconi jedoch nicht davon abbringen lassen, gegen die aktuelle Regierung aktiv zu werden.

Nach seiner Ansicht nimmt die Monti-Regierung das Land in eine Art Zwangsjacke, daher droht Berlusconi nun sogar mit dem Sturz dieser. Dabei sagte Berlusconi auch, dass man der Regierung Monti das Vertrauen entziehen müsse, denn sie führt Italien in eine sich stetig verfestigende Rezession. Würde Berlusconi wieder an die Macht kommen, plane er auch das italienische Justizwesen zu reformieren. Zum zuletzt ergangenen Urteil sagte er: "Das wird Konsequenzen haben".

Mit seinem Vorstoß könnte Berlusconi (Partei PDL; Popolo della Libertà) durchaus gewisse Chancen haben, denn das Vertrauen in der italienischen Bevölkerung gegen die Monti-Regierung sinkt stetig weiter ab. Am vergangenen Samstag waren in Italien mehrere Zehntausend auf den Straßen, um beim "No-Monti-Day" gegen die aktuelle Regierung zu demonstrieren.

Weitere Informationen dazu, erhalten Sie im Artikel "Italien: Berlusconi droht mit Sturz Montis", unter der Quelle von DWN.

Quelle: DWN - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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