Doch kein Deal mit Indonesien? Maffei dementiert Lieferungsabsichten von 130 Panzern


(C) Bundeswehr-Fotos, 2010, Bild: Wikipedia (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Eigentlich hieß es vor kurzem noch, dass deutsche Panzer nach Indonesien geliefert werden sollen. Doch nun scheint wieder alles anders zu sein. Die 130 "Leopard 2"-Panzer werden nun doch nicht nach Indonesien geliefert, wenn die Angaben des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann stimmen sollten. Seitens der Regierung in Jakarta nannte man zuletzt sogar spezifische Details, wann etwa die Unterzeichnung des anberaumten Deals stattfinden wird. Bei Maffei erklärte man nun: "Wir liefern keine Panzer nach Indonesien".

Was nun wirklich stimmt, muss wohl die Zukunft zeigen. Nach einem Artikel von "Spiegel" soll ein Unternehmenssprecher, Kurt Braatz, wohl erklärt haben, dass keine Panzer nach Indonesien geliefert werden. Das indonesische Verteidigungsministerium hatte zuvor bekanntgegeben, dass man wohl 130 "Leopard 2" Panzer ordern wolle. Für diesen Deal, so das Verteidigungsministerium, sollte eigentlich am 7. November 2012 eine Absichtserklärung mit Krauss-Maffei unterzeichnet werden, teilte man mit.

Bei diesem Deal soll es um ein Auftragsvolumen von etwa 217 Millionen Euro gehen. Zuletzt kam aus der deutschen Opposition eine Warnung, dass ein solcher Auftrag nicht umgesetzt werden sollte, da man gravierende Menschenrechtsverletzungen durch die Lieferung befürchtet. Seitens des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums betonte man etwa, dass für eine derartige Ausfuhr auf jeden Fall eine entsprechende Genehmigung notwendig sei, eine solche sei auch vom Einzelfall abhängig.

Bei der Opposition konnten etwa Töne wie die folgenden, durch die stellvertretende Linken-Vorsitzende Jan van Aken, vernommen werden: "Sind die Panzer einmal verkauft, kann niemand verhindern, dass sie auch zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung eingesetzt werden".

Das deutsche Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co KG, das vorrangig militärische Rad- und Kettenfahrzeuge und Pioniergerät entwickelt, hatte in 2010 einen Umsatz von etwa 898 Millionen Euro.

Quelle: Spiegel - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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