Deutscher Spion soll NATO-Pläne für 6,5 Millionen Euro verkauft haben


(C) EPei, 2011, Bild: Wikipedia (CC-by-sa 3.0/de)

In der auf den August dieses Jahres zurückgehenden Verhaftung eines deutschen Spions gibt es nun Neuigkeiten. Dieser hatte scheinbar heimlich geheime NATO-Pläne von dem US-Militärflughafen Ramstein entwendet, welche durchaus als brisant einzustufen sind. Für diese entwendeten Daten soll er 6,5 Millionen Euro kassiert haben, heißt es. Bei der verhafteten Person handelt es sich um einen deutschen Zivilangestellten der NATO, wie es in Medienberichten hieß.

Unter den entwendeten Datensätzen waren wohl auch streng geheime Militärunterlagen der NATO. Nach einem Bericht von Focus soll der beschuldigte Manfred K. das kassierte Geld auf Konten in London und Luxemburg vorgehalten haben, will man aus Ermittler-Kreisen erfahren haben. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz soll demnach in den Ermittlungen der Geldsummen eingebunden gewesen sein.

Bei den entwendeten Daten handelt es sich etwa um Einsatzpläne für Luft-Landeoperationen der USA, welche in Krisenfällen zu Anwendung kommen sollen. Der US-Militärflughafen, auf dem Manfred K. für die NATO beschäftigt war, liegt bei Kaiserslautern. Die brisanten Daten soll er vor Ort auf USB-Sticks gezogen haben. Im Zuge der Ermittlungen entdeckte man im Haus des Tatverdächtigen diese USB-Sticks in "Einweckgläsern", K. hatte diese dort versteckt.

K. soll ein IT-Spezialist und seit dem Jahr 1991 bei der Ramstein Air Base beschäftigt gewesen sein. Die entwendeten Daten soll er wohl auch ausgedruckt haben, diese Ausdrucke fand man bisher jedoch nicht. Man geht daher davon aus, dass sie veräußert wurden. Gegen Manfred K. wird derzeit wegen Landesverrats und Ausspähung von Staatsgeheimnissen ermittelt.

Wie K. an die Daten genau herankommen konnte, ist bislang nicht direkt bekannt. Die NATO-Systeme scheinen daher relativ offen gewesen zu sein, wenn selbst Zivilangestellte auf jene Daten Zugriff hatten. Das Pentagon äußerte sich zuletzt derart, dass man "besorgt sei", da ein potenzieller Gegner nun von den Eventualplanungen wissen könnte.

Quelle: Focus - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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