War Margaret Thatchers Top-Berater Peter Morrison in einem Pädophilen-Ring verwickelt?


(C) Prime Ministers Office, 2010, Bild: Wikipedia (Open Government Licence v1.0)

Der nun schon seit einiger Zeit angestoßene Fall um Jimmy Savile bringt mittlerweile immer mehr Steine ins Rollen. In einem Artikel bei IBT/UK (International Business Times) geht man nun auf einen ehemaligen, mittlerweile verstorbenen und engsten Berater (Peter Morrison) von Margaret Thatcher (ehem. Premierministerin) ein, der in einem Pädophilen-Ring verwickelt gewesen sein soll, welcher sich in seiner Ausprägung angeblich bis zur 10 Downing Street (offizielle Residenz des First Lord of the Treasury) gezogen habe, so die Behauptung.

Im Jahr 1992 zog sich Morrison aus seinem Amt zurück und verstarb danach am 13. Juli 1995. In seiner Zeit als "Parliamentary Private Secretary" für die britische Premierministerin Margaret Thatcher war es angeblich bereits ein "offenes Geheimnis", so Tom Watson in seinen Äußerungen, was Morrison für "spezielle Vorlieben" hegte. Doch durch verschiedene „Maßnahmen“ der Polizei wurde damals anscheinend etwa auf die britische Zeitung Sunday Mirror Druck ausgeübt, damit keine Berichterstattung erfolgte.

Seitens Sunday Mirror, durch Peter Connew, sagte man der IBTimes UK, dass man Informationen aus erster Hand hätte, die zeigen würden, welche Bemühungen im Fall Morrison unternommen wurden, damit keine Informationen an die Öffentlichkeit gelangten. Nach diesen Informationen soll Morrison mehr als nur einmal von der Polizei verhaftet worden sein, als er Jungen auf öffentlichen Toiletten zu sexuelle Praktiken ansprach.

Dabei merkte Connew auch an, dass man nach den durchgeführten Festnahmen nie die Protokolle einsehen durfte. Es wurde wohl schon an dieser Ebene mit der Vertuschungsaktion begonnen. Morrison hatte anscheinend mächtige Helfer im Hintergrund, denn er wurde jedes Mal wieder freigelassen. Connew sagte dazu: "Wenn Sie einen LKW stehlen würden, wären Sie in kürzester Zeit vor dem Richter", bei den Morrison-Fällen war dies jedoch nicht der Fall.

Das erste Mal sickerte im Jahr 1998 etwas in der Presse, zu den Vorwürfen gegen Morrison, durch, als der beim „Mirror“ beschäftigte Investigative Journalist Nick Davies über jene Dinge berichtete und eigentlich noch mehr berichten wollte. Damals soll der im Kriminalitäts-Ressort beschäftigte Redakteur Chris House eingeschüchtert worden sein, in Bezug auf eine mögliche Berichterstattung zu Morrisons-Aktivitäten. Dazu sagte Peter Connew, dass House über dieses "unten halten" der Informationen sehr frustriert war. Connew merkte ebenfalls an: "Chris House steckte deutlich tiefer in der Sache [Recherchen] drin als ich".

Weitere Informationen dazu, auch aktuelle Updates, erhalten Sie im Artikel "War Margaret Thatchers Top-Berater Peter Morrison in einem Pädophilen-Ring verwickelt?", unter der Quelle von IB-Times (Englisch).

Buchtipp: Der professionell organisierte Kindesmissbrauch (gar auch Folter) ist in „gewissen Kreisen“ eher ein offenes Geheimnis, denn etwas Unbekanntes. Diese globalen Netzwerkverstrickungen können durchaus als "komplex" angesehen werden. In der Vergangenheit gab es verschiedenste Fälle, die immer wieder aufzeigten, "da ist noch mehr".

Das vorhalten von Kindern, in etwa unterirdischen Verließen oder anderen abgeschotteten Räumlichkeiten, ist dabei in recht hoher Anzahl festzustellen. Im Fall von "Marc Dutroux und die toten Zeugen" war dies kein Einzelfall. Wie derartige Netzwerke funktionieren und der professionell organisierte Kindesmissbrauch abläuft, können Sie etwa in dem sehr umfangreichen Werk "Rotkäppchens Schweigen" nachlesen.

Quelle: IB-Times (UK) - Bild: Wikipedia (symbolisch)

  
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