Wegen Autokrise: FORD erwartet Milliardenverlust in Europa


(C) JD Hancock, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nicht nur die in Europa beheimateten Autobauer scheinen mit dem europäischen Automarkt gewisse Probleme zu haben, auch andere ausländische Hersteller zeigen sich zunehmend alarmiert von den Absatzschwierigkeiten. Nun hat der US-amerikanische Automobilkonzern FORD angekündigt, dass man milliardenschwere Verluste in Europa erwarte.

Aus diesem Grund müssen Einsparungen im europäischen Tätigkeitsbereich vollzogen werden. Man will etwa das Werk im belgischen Genk als auch zwei Werke in Großbritannien schließen, kündigte man an.

Direkt betroffen von diesen Werksschließungen sind mehrere tausend Mitarbeiter. In Großbritannien sind demnach zwei Werke betroffen, eines in Southampton und Dagenham, hier sollen 1400 Beschäftigte auf die Straße gesetzt werden. Diese beiden Standorte sollen sogar noch vor der Schließung des belgischen Werkes in Genk geschlossen werden. In dem belgischen Werk sind etwa 4300 Mitarbeiter beschäftigt.

Die allgemeine Produktionskapazität, ausgenommen die in Russland, wird um circa 355.000 Fahrzeuge reduziert. Das entspricht einer Kürzung von fast ein Fünftel der bisherigen Produktion. Unternommen wird dieser drastische Schritt, da FORD in diesem Jahr einen Verlust von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar, durch den weiter schwächelnden Markt, erwartet. Zuletzt ging man eigentlich davon aus, dass wegen der weggebrochenen Verkaufszahlen etwa eine Milliarde US-Dollar Verlust eingefahren wird.

Allgemein beklagte man seitens des Ford-Europa-Chefs Stephen Odell, dass die derzeitige Absatzkrise in Europa nicht nur wegen konjunktureller Probleme "eingeschlagen" sei, es seien vielmehr auch strukturelle Probleme vorhanden, dies bedürfe nun ein entschlossenes Handeln.

Quelle: Abendblatt - Bild: flickr (symbolisch)

  
Bücherindex Bild Link

Weitere Inhalte