Marburgfieber in Uganda: Bereits sechs Menschen tot


(C) CIAT, Neil Palmer, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Nach der Krankheit, ist vor der Krankheit - so auch in Uganda. Nach dem tödlichen Ausbruch von Ebola musste schnell gehandelt werden. Entsprechende Impfungen wurden verabreicht, um so die Ebola-Epidemie "unter Kontrolle" zu bringen. Doch kaum scheint dies einigermaßen gelungen, kommt die nächste Hiobsbotschaft. Nun macht sich das ebenfalls lebensbedrohliche Marburgfieber in dem ostafrikanischen Land breit.

Nach offiziellen Angaben des Gesundheitsministeriums seien mittlerweile sechs Menschen an diesem verstorben. Die Seuche soll dabei bereits Anfang Oktober dieses Jahres im Südwesten von Uganda ausgebrochen sein, an der Grenzregion zu Ruanda. Mittlerweile ist die Seuchenwelle auch auf andere Distrikte übergeschwappt, wie man mitteilte. Derzeit stehen rund 300 Personen unter genauer Beobachtung, heißt es. Außerdem wurden sechs Personen in Krankenhäuser verbracht, darunter eine betroffene Person in die Hauptstadt Kampala.

Seitens der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ließ man mitteilen, durch Joachim Saweka: "Uganda hat derzeit nicht die finanziellen Mittel, um diesen Marburg-Ausbruch zu bekämpfen, aber wir können immerhin die Patienten überwachen". Die vorherige Ebola-Epidemie war im Juli dieses Jahres ausgebrochen, erst vor wenigen Wochen konnte sie unter Kontrolle gebracht werden. Bei dieser kamen nach offiziellen Angaben 17 Menschen ums Leben.

Beim Marburgfieber handelt es sich um eine virale Infektionskrankheit, welche eine Klassifikation nach ICD-10 hat. Ausgelöst wird die Krankheit durch das Marburgvirus, ein zur Familie der Filoviridae gehörendes behülltes Einzel(-)-Strang-RNA-Virus (ss(-)RNA), (Einzelstrang-RNA komplementär zur mRNA).

Quelle: ts.sf.tv - Bild: flickr (symbolisch)

  
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