Krieg in Libyen: Die Stadt Bani Walid fällt zum zweiten Mal


(C) BRQ Network / Kevin Frayer, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Nach über einem Jahr scheint es in der Wüstenstadt Bani Walid immer noch zu Unruhen zu kommen. Zuletzt gab es eher widersprüchliche Berichte über die libysche Stadt Bani Walid. Dort finden immer noch heftige Kämpfe statt, hieß es.

Seitens RT gab man bekannt, dass wohl durch Armee-Truppen 600 Menschen bei Kämpfen um Bani Walid getötet wurden, mehr als 1000 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Durch die derzeitige libysche Regierung gab man an, dass die Regierungstruppen über 20 Tage lang eine Belagerung von Bani Walid vollzogen hätten, um nun loszuschlagen.

In dieser letzten Hochburg der ehemaligen Gaddafi-Regierung waren bisher noch die meisten Anhänger des früheren Regimes auszumachen. Dabei muss jedoch eine "gewisse Vorsicht" an den Tag gelegt werden, was die allgemeine Informationspolitik des neuen lybischen Regimes angeht. In den letzten Tagen gab es teils irrationale Widersprüche. Staatliche Medien sagen derzeit, dass die Stadt "gefallen sei".

Aus Informationen von Guardian kann zu diesen Kämpfen um Bani Walid vernommen werden, dass die letzte Hochburg der Muammar Gaddafi-Loyalisten nach acht Tagen der Regierungstruppen-Offensive eingenommen wurde. Am letzten Donnerstag hieß es dabei, dass man "noch weit davon entfernt ist, die Gaddafi-Loyalisten geschlagen zu haben".

Auch in deutschen Medien konnte dazu etwas "vernommen" werden. Bei der NZZ berichtete man zuletzt, dass die teils heftigen Kämpfe um die libysche Stadt Bani Walid "unter Kontrolle der Armee seien". Seitens des Generalstabschefs Youssef al-Mangush erklärte man die "Offensive für beendet". Im Verlauf der letzten Kämpfe sind zwischen 25 000 der 80 000 Einwohner aus der Stadt Bani Walid geflohen. Die Versorgung mit Wasser, Benzin und Strom war längere Zeit unterbrochen, heißt es.

Quelle: NZZ, RT, Guardian - Bild: flickr (symbolisch)

  
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