Türkei: Erneuter Anschlag auf Pipeline stoppt iranisches Gas


(C) Harvey Barrison, 2007, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die Sanktionen gegen den Iran werden mit verschiedenen Mitteln durchgesetzt. Dazu zählen auch eher unsaubere Methoden. Vor etwa einer Woche begann das Gas wieder durch eine türkische Pipeline zu fließen, nachdem es auf diese einen Anschlag gegeben hatte.

Die Pipeline, in der iranisches Gas transportiert wird, scheint nun wieder durch einen Anschlag beschädigt worden zu sein. Von türkischen Beamten konnte dazu vernommen werden, dass Saboteure die Leitung bombardiert hätten, wobei 28 Soldaten verletzt wurden. Es scheint also so zu sein, dass hier gezielte Attacken gefahren werden, um den Transport von iranischem Gas zu behindern.

Für ausgelagerte Drecksarbeit, wie derartige Attacken, werden wie üblich die angeleiteten Terroristengruppen genutzt. Seitens des türkischen Pipelineoperators Botas bat man den russischen Konzern Gazprom, dass dieser mehr Gas liefern solle, damit der Verlust des iranischen Gases, durch die beschädigte Pipeline, wieder ausgeglichen werden kann. Dies bestätigte man seitens Gazprom und erhöhte die Menge der Blue Stream-Unterwasser-Pipeline von 32 Millionen Kubikmeter pro Tag auf 48 Millionen.

Seitens des türkischen Energieministers, Taner Yildiz, sagte man gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass es trotz der erneuten Attacke auf die Gaspipeline keine Probleme mit der Erdgaszufuhr gebe.

Zuletzt bekannte sich die kurdische Arbeiterpartei (PKK) als Verantwortlicher für zahlreiche Anschläge auf türkische Rohrleitungen. Die PKK versucht seit etwa 28 Jahren eine Selbstverwaltung in der kurdischen Region durchzusetzen. In den letzten Monaten hatte sich die Anzahl der Anschläge enorm erhöht. Dabei geriet des Öfteren auch immer wieder die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline ins Visier der Anschläge.

Quelle: OP - Bild: flickr (symbolisch)

  
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