RWE wird Grün: Neuer Chef will sich von Atomkraft abkoppeln


(C) Horst Schulte, 2009, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Die "Grüne Energie" soll weiter vorangetrieben werden. Das sieht man auch bei RWE so. Die allgemeinen Planungen der Europäischen Union zeigen dabei auf, dass man noch großes vorhat, in Europa.

Atomkraftwerke sollen nun komplett bei RWE aus dem Programm genommen werden, dies geht aus der aktuell eingeschlagenen Strategie des Konzerns hervor. Nachdem der neue Konzernchef Peter Terium das Ruder bei RWE übernommen hat, kündigte man an, dass man keine neuen Kernkraftwerke mehr bauen wird. Dieser Schritt wirkt sich gleichermaßen auch auf die britische Tochter Horizon aus.

Nach einem Artikel des Handelsblattes soll es Informationen dazu geben, dass man aus RWE-Aufsichtsratskreisen erfahren haben will, dass der Verkauf der Tochter Horizon bereits in den kommenden Tagen vollzogen wird.

Angeblich soll dabei als Favorit der japanische Hitachi-Konzern gelten. Durch diesen nun unternommenen Schritt wolle sich der Konzern RWE endgültig aus dem Neubau von Kernkraftwerken zurückziehen, heißt es. Außerdem ist der beschleunigte Atomausstieg eines der Hauptziele von RWE. Eigentlich plante man bei Horizon, dass in Großbritannien zwei neue Atomkraftwerke gebaut werden sollen.

Der neue RWE-Konzernchef ließ zuletzt verlauten: "Unser Geschäft wird sich grundlegend ändern". Man sei bei RWE "verspätet" in das Geschäft mit der Grünen Energie gestartet, nun wolle man aufholen. Weiter sagte der neue Konzernchef Peter Terium, dass man im Geschäft der Solarparks in den kommenden Jahren deutlich zulegen und diese ausbauen werde: "Dass wir die Solar-Technik lange komplett abgelehnt haben, war aus heutiger Sicht ein Fehler", so Terium.

Quelle: WiWo - Bild: flickr (symbolisch)

  
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