Nordkorea: Wegen zu wenig Todestrauer wurden ehemalige Beamte exekutiert


(C) petersnoopy, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Dass in sozialistischen (o.a.) Gulagsystemen eher Freiheit abgebaut, statt dass diese gemehrt wird (vorausgesetzt man weiß was Freiheit ist), ist nicht unbekannt. Gekennzeichnet sind jene Systeme meist dadurch, dass Regulierungen immer weiter vorangetrieben, dass Überwachungsmaßnahmen ausgebaut, dass Zentralisierungsmaßnahmen (die Zerstörung/Zersetzung kleiner funktionaler Einheiten) umgesetzt, dass Vereinheitlichungen strikt verfolgt werden und so weiter. An den Spitzen jener Systeme finden sich meist Individuen, welche als pathologisch "nicht ganz sauber" bezeichnet werden können.

So auch in Nordkorea. Aus diesem Zwangsgulag konnte man bereits in der Vergangenheit vernehmen, dass dort die Freiheit (mit der jeder Mensch geboren ist und die man nicht erst durch externe Strukturen auferlegt bekommen muss) eher nicht gern gesehen ist. In diesen (u.a.) Systemen setzt man bereits in der Prägephase an, also in der Schule, durch welche die meisten Menschen der Bevölkerung getrieben werden.

Durch dieses langjährige "Programm" werden stetig neue Opfer nachgezüchtet (psychologischer Bruch/Defekt; nicht dazu in der Lage, stringente Logik anzuwenden – daher eher keine Gefahr für höhere Instanzen). Ein Kind, welches zu einer planvoll vorgegebenen Zeit, meistens in der Früh, bereit sein muss Informationen zu akquirieren, wird sozusagen "umgeformt", über längere Sicht. In Systemen wie Nordkorea ist dieser Umstand noch deutlich vertiefter, als anderswo.

Aus Medienberichten kann nun entnommen werden, dass die allgemein bekannten Irritationen aus Nordkorea weitere Opfer fanden. Hierbei traf es dieses Mal (erneut) hochrangige Kader des Regimes. Da diese den Tod des vorherigen Narzissten Kim Jong-il nicht planvoll beweint haben, wurden diese kurzerhand exekutiert. Die meisten anderen nordkoreanischen "Bürger" hatten den Plan jedoch zweckgemäß erfüllt, die Massenpsychose des künstlichen Nachtrauerns wurde vollumfänglich gelebt.

Der nachgerückte Sohn, Kim Jong-un, des Vaters Kim Jong-ils, ließ damals kurzerhand höchstpersönlich überprüfen, ob alle "angemessen trauerten". Nach südkoreanischen Medienberichten wurden Angehörige des Regimes (u.a. auch der damalige Vizeminister der Armee Kim Chol), die den verblichenen Staatschef nicht wie erwartet beweint haben, wurden kurzerhand exekutiert.

Weitere Details dazu, erhalten Sie im Artikel "Zu wenig Trauer um Führer - Beamte hingerichtet", unter der Quelle von "Die Welt".

Quelle: Die Welt - Bild: flickr (symbolisch)

  
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