Klage gegen Bosch: Dyson spricht von Spionage


(C) Bryan Gosline, 2008, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY-SA 2.0)

Wirtschaftsspionage ist in Zeiten der weltweit immer mehr zutage tretenden Wirtschaftsabkühlung nichts Ungewöhnliches und wird eher mehr denn weniger genutzt. In nur einigen Fällen kommt so etwas jedoch ans Tageslicht. In einem aktuellen Fall schon, denn der britische Staubsauger-Hersteller Dyson wirft der Konkurrenz vor, dass sich diese illegal an den eigenen Technologien bedient haben soll.

Der angeprangerte Konkurrent ist das Unternehmen Bosch. Dyson wirft diesem vor, dass man sich Zugang zu geschützten Technologien verschafft habe, über einen eingeschleusten Maulwurf. Dabei geht es um wichtige Informationen zu einem neuartigen Hochgeschwindigkeitsmotor von Dyson.

Nach deren Informationen ließ man am vergangenen Mittwoch mitteilen, dass die betreffende Person wohl im Dyson-Hauptwerk Malmesbury beschäftigt war. Diese Person mit Maulwurfsauftrag soll ebenfalls von Bosch bezahlt worden sein, um so Wissen der eigenen Technologie weiterzureichen. Gleichermaßen teilte man mit, dass der Begünstigte ein Verzicht (Bosch) erklären soll, dass diese entwendete Technologie nicht zur Anwendung gebracht wird, man solle die Verwendung des geistigen Eigentums aufgeben. Dyson erklärte auch, dass man gegen Bosch eine Klage eingereicht habe.

Bosch soll zuvor nicht auf Forderungen von Dyson eingegangen sein, heißt es. Man sehe gar, dass das Unternehmen die entsprechenden Informationen zur Dyson-Technologie nach China weitergeleitet hat, zu einem Motoren-Hersteller von Bosch.

Von Bosch hieß es zuletzt, dass man die Anschuldigungen zurückweist. Der benannte Mitarbeiter soll angeblich gar nicht in der Abteilung für Staubsauger- oder Händetrockner gearbeitet haben. Derzeit untersucht man, welche Informationen zwischen Bosch und Dyson weitergegeben wurden. In einer Stellungnahme verkündete man: "Wir bedauern, dass Dyson rechtliche Schritte übernommen und eine Pressemitteilung herausgegeben hat und werden in angemessenem Rahmen darauf reagieren".

Quelle: FutureZone - Bild: flickr (symbolisch)

  
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