Impfstoffe gegen Grippe in Italien, Österreich und der Schweiz blockiert


(C) Daniel Paquet, 2010, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Bereits in Deutschland und in anderen Ländern gab es in der nahen Vergangenheit "gewisse Irritationen", was wohl mit den Grippe-Impfstoffen los sei. Nicht nur Lieferschwierigkeiten sind dabei zu nennen. Nun hat auch das Schweizer Heilmittelinstitut einen sofortigen Auslieferungsstopp für zwei Grippe-Impfstoffe angeordnet.

Vor diesem offiziellen Stopp hatte auch Italien bereits die Impfstoffe zur Verwendung verbieten lassen. Seitens der Swissmedic hat man nun ebenfalls Konsequenzen gezogen, man werde die möglicherweise mit Verunreinigungen betroffenen Impfungen aus dem Verkehr ziehen, hieß es. Bei diesen Impfstoffen von Novartis handelt es sich anscheinend um etwa 160.000 Dosen.

Nachdem man aus Italien entsprechende Hinweise bekommen hat, dass die Impfstoffe mit Problemen behaftet seien, reagierte man in der Schweiz schnell und unternahm entsprechende Maßnahmen. Potenziell sieht man hier derzeit die Impfstoffe Agrippal und Fluad betroffen. Aus italienischen Quellen konnte dazu vernommen werden, dass es wohl mit den Spritzen zu „Problemen“ kam.

Hier wurden weiße Partikel festgestellt. Nach aktuellen Einschätzungen könnte es sich dabei um Verklumpungen des Impfstoffs handeln. Seitens der Swissmedic habe man an Ärzten die Empfehlung herausgegeben, dass aus einer Vorsichtsmaßnahme heraus die Impfungen nicht zur Anwendung gebracht werden sollten, solange, bis Klarheit über die aktuellen Irritationen herrsche.

Zuletzt wurde auch aus Österreich bekannt, dass man hier ebenfalls einen Auslieferungsstopp umgesetzt hat. Am Mittwochabend stoppte man Medienberichten zufolge die Auslieferung des Novartis Grippeimpfstoffes. Dies sei als reine Vorsichtsmaßnahme, aufgrund der Vorgänge in Italien und der Schweiz, erfolgt, teilte man mit.

Quelle: Tagesanzeiger - Bild: flickr (symbolisch)

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