Deutsche Wirtschaft: Ifo-Index fällt das sechste Mal in Folge


(C) Johannes Christ / IW Köln, 2011, Bild: flickr (nicht portiert) (CC BY 2.0)

Die deutsche Wirtschaft sei von der Eurokrise nicht betroffen, ja, diese sei sogar "gestärkt" aus dieser gekommen. Jene Sätze vernahm man vor gewisser Zeit von verschiedenen Individuen aus der deutschen Politik. Die nun eingetretene Realität spricht dabei jedoch eine andere Sprache. Der Ifo-Index ist nun zum sechsten Mal in Folge „abgeraucht“.

Bei Focus titelt man mittlerweile sogar schon: "Deutsche Wirtschaft vor dem Stillstand". Die allgemein vorherrschende Stimmung in der deutschen Wirtschaft könnte schlechter nicht sein. Überraschend trübte sie sich ein weiteres Mal ein. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Oktober 2012 auf nur noch 100 Punkte ab. Nur einen Monat zuvor lag er noch bei 101,4 Punkten. Viele Ökonomen sind durch diesen erneuten Einbruch nun in Alarmstimmung ausgebrochen.

Seitens der Nachrichtenagentur Reuters befragte man vor der offiziellen Verkündung der Ifo-Zahlen verschiedene Ökonomen. Diese gingen eigentlich davon aus, dass ein Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindexes anstehen würde, nämlich auf 101,5 Punkte. Der Ifo-Index ist jedoch in einem sich stetig weiter abkühlenden Umfeld zu sehen.

Bereits seit Mai dieses Jahres sank er mit jedem Monat weiter in Richtung 100-Punkte-Marke. Das liegt vor allem auch daran, dass viele Betriebe mit ihrer aktuellen Geschäftslage eher nicht zufrieden waren und sind. Selbst im Handel und auch im Baugewerbe trübte sich das Geschäftsklima zuletzt ein. Für das vierte Quartal dieses Jahres scheint auch nicht nur annähernd eine Besserung in Sicht zu sein.

Die Ökonomen befürchten gar einen weiteren Einbruch der wirtschaftlichen Leistung im vierten Quartal. Auch seitens der deutschen Unternehmen trüben sich die allgemeinen Aussichten stetig weiter ein, die Geschäftsentwicklung sei nicht das, was man sich wünschen würde. Auch Kosteneinsparungsprogramme und sogar Investitionsaufschübe würden immer mehr "einschlagen". Damit verbunden ist auch die allgemeine Tendenz, dass die Kurzarbeit und Entlassungen weiter anziehen würden.

Quelle: Focus - Bild: flickr (symbolisch, zeigt: "Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung")

  
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